Was macht eine Briefmarke spannend?

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Viele Postdienste fragen sich: Wie kann ich noch mehr Briefmarken verkaufen, ohne im Gegenzug einen Mehrwert zu bieten? Auch die Niederlande bilden da keine Ausnahme. In den letzten Jahren hat sich dies bei Briefmarken mit Besonderheiten wie Duftmarken, versteckten Texten oder Bildern, Reliefdruck und Ähnlichem gezeigt. Viele Länder haben den Reliefdruck bereits vor uns eingesetzt. Macht so etwas die Briefmarke attraktiver und damit sammelwürdiger? Der Reliefdruck ist eine sehr alte Technik, und viele Briefmarken zeigen in das Briefmarkenpapier geprägte Bilder. Das schönste Beispiel dafür ist für mich die Reliefmarke Bayerns. Bereits am 1. Januar 1867 gab die Königlich Bayerische Post eine Briefmarkenserie mit dem bayerischen Wappen heraus. Sie wurden von der Königlichen Münze im Buchdruck- und Reliefdruckverfahren hergestellt. Sechs verschiedene Briefmarken im Wert von 1 Kreuzer bis einschließlich 18 Kreuzer. Die Briefmarken waren ungezähnt und oft grob vom Bogen abgetrennt. Ab dem 1. Juli 1870 wurden die Briefmarken neu gedruckt und nun mit Perforationen versehen. Mehrere Briefmarken erschienen auch in veränderten Farben. Außerdem wurde eine andere Papiersorte verwendet, zunächst mit einem Wasserzeichen aus sogenannten schmalen Rauten, später mit breiten Rauten. Wasserzeichen schmale Fenster, breite Fenster und Wellenlinien Am 5. August 1874 wurde eine violette Briefmarke mit einem Wert von 1 Mark hinzugefügt. Die Briefmarken von 1 Kreuzer bis einschließlich 18 Kreuzer wurden auf einer anderen Papiersorte gedruckt, die nun ein Wasserzeichen in Form von Wellenlinien aufwies. Am 1. Januar 1876 wurde der Kreuzer als Währungseinheit abgeschafft und durch den Pfennig ersetzt. Zuvor galt also der Kreuzer. Damals entsprach ein Gulden oder Florin 60 Kreuzern und eine Mark 35 Kreuzern. Ab 1876 wurde die Reichswährung eingeführt; eine Mark entsprach 100 Pfennig. Der niedrigste Wert war eine grüne Briefmarke zu 3 Pfennig, der höchste eine rote zu 50 Pfennig. Die Briefmarken wurden mehrmals in verschiedenen Farben neu aufgelegt und neue Werte hinzugefügt, beispielsweise eine 2-Mark-Marke im Jahr 1890. Die letzten Briefmarken dieser Serie wurden am 1. Januar 1900 (Werte in Pfennig) und 1911 (3 und 5 Mark) herausgegeben. Anschließend wurde 1911 eine völlig neue Serie mit dem Bild des 90-jährigen Prinzregenten Leopold herausgegeben. Was fasziniert mich an der Serie der Wappenbriefmarken? Nicht der Reliefdruck an sich, obwohl dieser sehr kunstvoll ausgeführt ist. Die Herausforderung besteht für mich darin, all die Variationen, die verschiedenen Wasserzeichen und Farbnuancen zu entdecken, um die Nachdrucke nachzuverfolgen. Was finden Sie so faszinierend an Briefmarken?
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