Fliegende Finnen?
Wie sammle ich Abdrücke von Sonderbriefmarken? In den meisten Fällen ist ein Umschlag oder eine Karte oben rechts mit einer Briefmarke versehen. Der Abdruck der Briefmarke wird dann (meistens) sauber aufgedruckt, teils auf der Briefmarke, teils auf dem Umschlag oder der Karte. Oft folgt ein weiterer Abdruck direkt daneben, sodass die Briefmarke in ihrer ganzen Pracht bewundert werden kann.
Aber es geht auch anders! Vor zehn Jahren, 1997, fand in Finnland die Kampagne „Die fliegenden Finnen“ statt. Dieser Name wurde mehreren finnischen Mittel- und Langstreckenläufern gegeben. Der erste, der diesen Spitznamen erhielt, war Hannes Kolehmainen, auch bekannt als „Lächelnder Hannes“, der bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm drei Goldmedaillen gewann. Auch andere Olympiasieger trugen diesen Spitznamen, darunter Paavo Nurmi (mit drei Goldmedaillen 1920 und fünf Goldmedaillen 1924) und Ville Ritola.
Die Briefmarke war auf eine Postkarte aus dünnem Sperrholz geklebt, die vier fliegende Finnen, darunter Lasse Virén, zeigte. Die Briefmarke wurde mit dem Ausstellungsstempel der finnischen Post entwertet.
Auf der anderen Seite des kleinen Bretts befanden sich Adresszeilen und ein Feld, in dem die Briefmarke angebracht werden musste, wenn man die „Karte“ verschicken wollte! Um das Aufhängen zu vereinfachen, war ein Loch gebohrt, damit die „Karte“ nach dem Einwerfen in den Briefkasten an die Wand gehängt werden konnte.
Ich habe bisher noch keine wirklich gebrauchte Sperrholzkarte gesehen. Vielleicht wurden sie von den Stempelmaschinen zerkleinert? Oder von den Hammerstempeln zerschlagen? Wie dem auch sei, ich bewahre diese „Karte“ einfach bei den Kuriositäten auf. Sieht doch ganz nett aus, oder? Was meinst du?

Auch ein Produkt, um die Post mit Geld vollzustopfen und den Philatelisten oder Sammler abzuzocken.
Seht euch das widerliche Angebot von Muntpost und TNT mit dem Canon der Niederlande an (Philatelie-Website, heute Morgen). Reine Abzocke.
'@Cees,
Echt klasse! Viel schöner als diese FDCs und all die anderen Bastelmaterialien!
Wer wird hier denn losgerissen? Sicherlich niemand!
Schön, ja, aber immer noch handgefertigt.
Ich habe auch nichts gegen handgefertigte Artikel. Jeder muss selbst entscheiden.
Wenn damals keine handgefertigten Arbeiten hergestellt worden wären, hätte ich heute nur eine halbe Sammlung.
(Stadpost Warschau 1914-1918)
@Albert
Wollen Sie damit sagen, dass es in Warschau keine Stadtpost gab, oder vielleicht nur einen kleinen Philatelistenverein???
Lasse Viren (ein Polizist) gewann, wie berichtet, Gold über 5 und 10 km bei den Olympischen Spielen 1972 und 1976. Er führte seine Erfolge auf die Einnahme von Rentiermilch zurück. Später stellte sich jedoch heraus, dass er (als einer der Ersten) Blutdoping betrieben hatte. Beim Blutdoping wird einem kurz vor einem Wettkampf eigenes Blut verabreicht. Dieses Blut wird üblicherweise mehrere Wochen zuvor entnommen. In dieser Zeit hat der Körper neues Blut gebildet. Die anschließende Verabreichung des zuvor entnommenen Blutes erhöht dessen Sauerstofftransportkapazität und ermöglicht so eine bessere Leistung.
Ich befürchte also, dass auch die Sperrholzkarte mit Blut getränkt wird. 🙂
Stadpost existierte ganz sicher. Und damals waren viele Philatelisten mit ihrem Hobby beschäftigt, ich glaube sogar mehr als heute.
@Albert
Das behaupten Sie jetzt, aber haben wir irgendwelche Zahlen, die das belegen?
Ja, sehr viele.
Bei Interesse geben Sie mir bitte Ihre Adresse, dann sende ich Ihnen ein nettes kleines Buch.