Verlorene Ortsnamen: Stoppeldijk
Das Dorf Stoppeldijk lag in Zeelandflandern, unweit von Hulst. Es existierte bereits im Mittelalter und hieß damals Stoppeldijcke, obwohl die Einwohner es Rapenburg nannten. 1936 wurde die eigenständige Gemeinde Stoppeldijk aufgelöst und mit Hengstdijk, Ossenisse und Boschkapelle zur Gemeinde Vogelwaarde zusammengelegt.
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Am 1. Januar 1870 wurde in Stoppeldijk eine Hilfspoststelle eingerichtet, die zum Zuständigkeitsbereich der Poststelle Hulst gehörte. Der Postmeister erhielt einen Namensstempel. Erst am 8. September 1889 erhielt er einen Datumsstempel, einen sogenannten kleinen runden Stempel.
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Am 23. Juli 1907 wurde eine neue Namensmarke nach dem gleichen Vorbild wie die von 1869 herausgegeben. Die kleine runde Marke wurde am 23. Juli 1907 durch eine längliche Balkenmarke ersetzt.
Offenbar war der Namensstempel 1917 abgenutzt, da am 4. Januar 1917 ein neues Exemplar versandt wurde. Nun war die Abkürzung des Provinznamens hinzugefügt worden. Am 23. Mai 1929 wurde ein weiterer neuer Namensstempel herausgegeben, diesmal mit dem Zusatz „Hulst“ als Hauptpostamt. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Bezirksnamensstempel.
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Im Jahr 1970 kam es jedoch zu einer bedeutenden Veränderung. Die Gemeinde Vogelwaarde wurde aufgelöst und in die Gemeinde Hontenisse eingemeindet. In der Zwischenzeit waren die Ortskerne Stoppeldijk und Boschkapelle zusammengelegt worden, und man beschloss, das „neue“ Dorf Vogelwaarde zu nennen.
Das Hilfspostamt wurde ebenfalls umbenannt und erhielt am 1. Februar 1971 den Namen Vogelwaarde.
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Cees, woher hast du das?
Die Zeit, glaube ich, die Geschichte (Geschichten)
Informationen über verlorene Ortsnamen (Briefmarken) finden sich vermutlich in den Briefmarkenbüchern des Postmuseums.
Noch ein Rätsel, ja, dieses Stoppeldijk. Albert, in den Briefmarkenheften findet man nur die nüchternen Fakten darüber, wann bestimmte Orte anscheinend ihren Namen geändert haben, aber normalerweise wird nicht erwähnt, *warum* das der Fall war. Schließlich hat die PTT nur die Entscheidung einer Gemeinde befolgt. Das erfordert also noch einiges an weiterem Rätselraten (Philatelie beginnt dort, wo Katalog und Briefmarkenheft enden 😉). Auch ich habe mich jahrelang gefragt, wo dieses kleine Stoppelijk-Büro gestanden haben muss, denn Stoppeldijk war kein Ortsname, sondern nur ein Gemeindename. Rapenburg, so vermutete ich – und Cees hat es nun bestätigt – hieß nach dem Zweiten Weltkrieg kurzzeitig Stoppeldijk und ist inzwischen mit Vogelwaarde fusioniert. Innerhalb weniger Jahrzehnte hatte dieses kleine Dorf also drei Namen! Wirklich bemerkenswert. Und vielleicht, wie Cees vermutet, fühlt sich die ältere Generation dort immer noch als Rapenburger oder Stoppeldijker, oder im Westen von Vogelwaarde als Boschkapellenaren. Unter dem Link unter meinem Namen finden Sie eine detailliertere Erklärung dieses Rätsels.
Ich besitze eine sehr alte Ansichtskarte des Dorfes Stoppeldijk.
Mit 1 1/2 Cent-Briefmarke, entwertet: Stoppeldijk, Datum unleserlich