Verlorene Ortsnamen: Pindorp

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Ortsnamen ändern sich manchmal. Kennen Sie zum Beispiel Pindorp? Dieses Dorf lag (und liegt immer noch, wenn auch unter einem anderen Namen) im westlichen Teil von Nordbrabant. Pindorp hieß früher Wouwsche Plantage. Damals trug der Ort aber noch weitere Namen, wie Stenen Kamer, Nieuwe Dorp, Wildenhoek, Wildenbroek und Nieuwe Plantage. All das bezeichnete dasselbe Stück Land! Um 1920 tauchte dann auch der Name Pindorp auf. Diesen Namen gab der damalige Pfarrer Tielens diesem Teil seiner Gemeinde. Doch woher stammt dieser Name? Der Überlieferung nach handelt es sich um ein Dorf, das in einem gerodeten Kiefernwald gegründet wurde. Das Wort „Pin“ bezieht sich auf den Baumstumpf, der nach dem Fällen des Baumes noch lange sichtbar war. Am 17. Oktober 1930 wurde in Pindorp eine Poststation eingerichtet. Dies gab die staatliche Post und Telekommunikation (PTT) bekannt: Bekanntmachung Nr. 12766S vom 5. November 1930: In Pindorp wurde in Verbindung mit der bestehenden Telegrafen- und Telefonstation am 17. Oktober 1930 eine Poststelle eingerichtet. Die Zustellung vor Ort erfolgte von der Zweigstelle in Wouw aus. Die Poststelle wurde mit Briefmarken, darunter einer sogenannten Kurzstempelmarke, ausgestattet. Diese Marke wurde am 21. November 1941 von De Munt geliefert und am 24. November 1941 an die Poststelle weitergeleitet. Bereits 1938 beantragte der Gemeinderat beim Staatsunternehmen, den Namen Pindorp im Telefonbuch in den offiziellen Namen Wouwsche Plantage zu ändern, da dieser von einigen als abwertend empfunden wurde. Dem Antrag wurde jedoch erst am 1. Mai 1959 stattgegeben. Die Briefmarke mit dem Namen Pindorp wurde im Mai 1959 empfangen. Der Nutzungszeitraum der Briefmarke erstreckt sich daher vom 25. November 1941 bis einschließlich 30. April 1959. Die Änderung wurde von der staatlichen Post- und Telekommunikationsgesellschaft (PTT) bekanntgegeben: Dienstanweisung Nr. H.146 vom 12. März 1959: Änderung des Amtsnamens. Der Name der Post-, Telegrafen- und Telefonstation, des Telefonnetzes und der Telefonzentrale Pindorp wurde in Wouwsche Plantage (siehe dort) geändert. Die neue Briefmarke, eine sogenannte offene Balkenmarke, wurde im April 1959 von Numerofa in Amsterdam hergestellt. Sie wurde am 28. April 1959 ausgegeben, am 1. Mai 1959 eingeführt und am 27. Januar 1969 außer Kurs gesetzt. Grund dafür war die Änderung von Wouwsche zu Wouwse. DienLagerbeleg Nr. H.121 vom 20. Februar 1969: Namensänderung von Wouwsche Plantage zu Wouwse Plantage. Der Name Wouwsche Plantage wurde mit Wirkung vom 27. Januar 1969 in Wouwse Plantage geändert. Die Poststation wurde am 31. August 1971 geschlossen und von einer ländlichen Postagentur übernommen. Bekanntmachung Nr. 38 vom 21. September 1971: Ämter, Betriebe usw. Am 1. September 1971 wurde die Poststation in Wouwse Plantage durch eine ländliche Postagentur ersetzt, die dem Postamt Bergen op Zoom untersteht. Die von der deutschen Briefmarkenfabrik Braungardt hergestellte Briefmarke wurde am 22. Oktober 1968 herausgegeben und am 27. Januar 1969 eingeführt. Vom 27. Januar 1969 bis einschließlich 31. August 1971 wurde sie von der Poststation und ab dem 1. September 1971 von der ländlichen Postagentur verwendet. Ob die Einwohner von Pindorp, oder „De Pin“, wie der Ort auch genannt wird, mit der Namensänderung einverstanden waren? Ich weiß es nicht!

2 Kommentare

  1. Eine weitere großartige Geschichte, Cees.

    Die Poststation Pindorp wurde 1930 eröffnet, erhielt aber erst 1941 ihre eigene Briefmarke mit kurzem Balken.

    Welche Briefmarken wurden in der Zwischenzeit verwendet? Waren es „Wouw“-Briefmarken?

  2. Hans, die Stempelkarte der Poststelle Pindorp besagt, dass am 14. Juni 1941 ein Dienstmarkenstempel (fälschlicherweise auch als Langmarke bezeichnet) mit der Bezeichnung PINDORP (NB) ausgegeben wurde. Ein Abdruck des Pindorp-Namensstempels wurde ebenfalls angebracht, vermutlich in Gebrauch von der ehemaligen Telegrafen- und Telefonstation. Ein Botendienst betrieb von der Poststelle Rozendaal (heute Roosendaal) zu den Weilern der Hilfspoststelle Wouw. Vermutlich wurde Korrespondenz aus Pindorp mit einem Datumsstempel aus Rozendaal (später Roosendaal) oder Wouw versehen, und ein Abdruck des Dienstmarkenstempels PINDORP (NB) wurde auf den Umschlag oder die Karte aufgebracht. Ich habe jedoch (noch) keine Beispiele dafür gesehen.

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