Züge und Lokomotiven: ein beliebtes Thema für Briefmarkensammler

Montenegro Niederlande Eisenbahn
Jugoslawien-a3a-1992-899-190p.jpgBriefmarkensammeln gilt bei Jung und Alt als wunderbares Hobby. Ob man dafür viel Geld ausgeben oder es sich mit dem Taschengeld finanzieren möchte, entscheidet jeder selbst. Das „traditionelle“ Sammeln ist längst nicht mehr die vorherrschende Form, auch wenn viele prahlerische Sammler das Gegenteil behaupten. Vor allem jüngere Sammler haben kein Interesse daran, eine Sammlung niederländischer Briefmarken ab 1852 anzulegen. Und schon gar nicht postfrische Exemplare! 5 gld 1923Es spricht natürlich nichts dagegen, Briefmarken eines Landes von Katalognummer 1 bis hin zu Tausenden von Ausgaben zu sammeln. Aber ist das wirklich spannend? Macht es Spaß? Oh ja, ganz bestimmt, wenn man mit einer einzigen Karte auf Seite 6 des vorgedruckten Albums ein Vermögen verdienen kann! Und dann geht es weiter zur Suche nach der Karte auf Seite 9. Und so weiter… Zum Glück gibt es seit vielen Jahren eine andere Form des Briefmarkensammelns: das thematische Sammeln. Hierbei legt man die Grenzen selbst fest, basierend auf einem zuvor erstellten Plan. Neben dem Briefmarkensammeln haben viele Menschen noch andere Interessen, wie zum Beispiel Modelleisenbahnen. Viele haben sich ihre eigene Modelleisenbahn im Hobbyraum oder auf dem Dachboden gebaut. Stundenlang können sie damit verbringen, die Anlage mit Tunneln, Viadukten, Bahnhöfen und Rangierbahnhöfen zu gestalten. Diese Hobbyisten haben oft auch ein Auge für die Züge und Lokomotiven, die auf Briefmarken abgebildet sind. Eines der verbreitetsten Themen ist der Verkehr, wobei die Eisenbahn das wichtigste ist. Jugoslawien 1992 Viele Länder haben Briefmarken mit Abbildungen von Zügen und Lokomotiven herausgegeben. So gab beispielsweise Jugoslawien 1992 eine Briefmarkenserie heraus. Der Grund dafür ist nicht ganz klar, aber sie richtete sich vermutlich an Sammler. Der Block mit sechs verschiedenen Briefmarken steckte in einem kleinen Umschlag, auf dessen Vorderseite eine Zeichnung des Orient-Express abgebildet war. Belgrad, die Hauptstadt des ehemaligen Jugoslawien, war ein Knotenpunkt zweier Strecken des Orient-Express. Eine dieser Strecken führte von Paris nach Istanbul und trug den Namen „Orient-Express“. Simplon-Orient-Express (1919–1939 und 1945–1962). Die andere Route verlief von London nach Athen und hieß Arlberg-Orient-Express (19330–1939 und 1945–1962). Diese beiden Strecken gehörten nicht zu den ältesten. Die erste war der Orient-Express von Paris über Straßburg, München, Wien, Budapest und Bukarest nach Istanbul (1883–1914, 1919–1939 und 1945–1962). Der Orient-Express verkehrte während des Ersten und Zweiten Weltkriegs nicht. Initiator des Orient-Express war der belgische Bankier George Nagelmackers. poster-orient-express-190p.jpg Die Briefmarken mit Lokomotivabbildungen in diesem Block haben jedoch nichts mit dem Orient-Express zu tun. Die erste Marke zeigt die Lokomotive Nr. 162, Baujahr 1880/1881, für Normalspur. Experten bezeichnen sie als Typ B-1. Das bedeutet, dass die Lokomotive zwei gekoppelte Treibachsen und somit vier Räder vorne besitzt. Zusätzlich verfügt sie über eine Nachlaufachse mit zwei Rädern hinten. Die zweite Marke zeigt die Lokomotive Nr. 151 vom Typ C, was für drei gekoppelte Treibachsen (sechs Räder) steht. Diese Lokomotive wurde 1885 gebaut und war ebenfalls für Normalspur. Die dritte Marke zeigt die Lokomotive Nr. 73 vom Typ 1-C-1. Diese schwere Lokomotive besitzt eine Vorlaufachse (Achse mit zwei Rädern), drei gekoppelte Treibachsen (sechs Räder) und eine Nachlaufachse (zwei Räder). Sie wurde 1915 für den Güterverkehr auf Schmalspur gebaut. Die vierte Lokomotive, Nummer 83, vom Typ D-1 (vier Treibachsen und eine Hinterachse), war ebenfalls für den Einsatz auf Schmalspurbahnen vorgesehen und wurde 1929 gebaut. Die fünfte Lokomotive, Nummer 16, trug den Namen „Sava“. Diese Lokomotive vom Typ 1-B-1 (eine Vorderachse, zwei Treibachsen und eine Hinterachse) war für leichte Personenzüge auf Normalspurbahnen bestimmt. Sie wurde 1936 gebaut. Die letzte Lokomotive war ein sogenannter Personenzug, eine Lokomotive mit festem Abteil. Dieser Luxuszug war für Prinz Nikolaus bestimmt und wurde 1909 gebaut. Er verkehrte auf der Schmalspurstrecke zwischen den Städten Bar und Virpazar in Montenegro. Sammler können die Beschreibung der Lokomotiven noch weiter vertiefen. Vier Lokomotiven haben Wassertanks an der Seite des Kessels und Kohlebunker an der Lokomotive selbst. Die anderen beiden verfügen über einen separaten Kohlewagen mit Wassertank. Die Typenbezeichnungen folgen dem europäischen System. Die britischen Lokomotiven erhielten eine andere Typenbezeichnung. Nach britischer Klassifizierung ist die Lokomotive vom Typ 1-C-1 eine 2-6-2, was die Anzahl der Vorderräder, der Treibräder und der Hinterräder angibt. Die Lokomotive vom Typ B-1 ist im britischen System eine 0-4-2, also ohne Vorderräder, mit vier Treibrädern und zwei hinteren Laufrädern. Möchten Sie mehr über Züge und Lokomotiven erfahren und mit dem Orient-Express fahren? Dann besuchen Sie uns am 29. oder 30. März. Eisenbahnmuseum in Utrecht. Dort werden nicht nur Züge und Lokomotiven ausgestellt, sondern auch im Kontext von 100 Jahren Niederländischer Verband der Philatelistenvereine Es wird eine Briefmarkenausstellung organisiert und die Tag der Jugendphilatelie Ich fahre sowieso hin, und nicht nur, um die Antriebsräder zu zählen… Du auch?
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