Die Geschichte des Briefmarkensammelns Teil 31 – Philatelie statt Timbrologie

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Ende der 1970er-Jahre erschien in der niederländischen Zeitschrift „Philatelie“ eine faszinierende Artikelserie von K. Kouwenberg zur Geschichte des Briefmarkensammelns. Diese Serie inspirierte Rob Smit, den Inhaber von PostBeeld, die Geschichte des Briefmarkensammelns in mehreren Teilen neu zu schreiben. Dies ist Teil 31. Georges Herpin (siehe Foto) prägte den Begriff „Philatelie“. Bisher haben wir in dieser Reihe einige der bedeutendsten Händler des 19. Jahrhunderts vorgestellt. Sammler, die einen wichtigen Beitrag zur Philatelie geleistet haben, kamen bisher kaum in den Fokus, da sie für ihre Informationen und Ankäufe auf die ersten Händler und Katalogverfasser angewiesen waren. Das Sammeln war anfangs nicht einfach, doch ab Mitte der 19er-Jahre erschien nach und nach spezialisiertere Literatur mit detaillierteren Informationen, die das Wissen der Sammler erweiterte. Das „Postamt Mauritius“ wurde von Georges Herpin entdeckt und beschrieben.

In der Zeitschrift „Le Timbrophile“ schrieb Dr. Jacques Legrand einen Artikel über verschiedene Wasserzeichen; dies war der erste Artikel, der Unterschiede herausarbeitete.

1865 wurde in Frankreich die „Société Philatelique“ gegründet, um einen umfassenden Katalog aller bis dahin veröffentlichten Briefmarken und Abhandlungen zu erstellen. Die Gründung fand im Januar 1865 im Haus von Herrn Bécourt in Paris während eines Treffens der wichtigsten Pariser Sammler statt. Herpin schlug vor, den Begriff Philatelie anstelle von Timbrologie zu verwenden. Er stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Befreiung von der Zahlung“. Die Gründer betrachteten das Briefmarkensammeln allgemein als eine noch weitgehend unerforschte und herausfordernde Wissenschaft. In der Septemberausgabe 1865 von „Le Timbrophile“ entschuldigt sich Dr. Magnus (Pseudonym von Dr. Legrand) dafür, dass der Sekretär der „Société Philatelique“ die Statuten noch nicht veröffentlicht hat. Er schreibt, der Grund dafür sei die zu geringe Mitgliederzahl bei den Treffen im August und September. Kurz darauf hörte man nichts mehr von dem Verein, der sich wohl mangels Interesses aufgelöst hatte.

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