Die Geschichte des Briefmarkensammelns Teil 27 – Arthur Maury

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Ende der 1970er-Jahre erschien in der niederländischen Zeitschrift „Philatelie“ eine faszinierende Artikelserie von K. Kouwenberg zur Geschichte des Briefmarkensammelns. Diese Serie inspirierte Rob Smit, den Inhaber von PostBeeld, die Geschichte des Briefmarkensammelns in mehreren Teilen neu zu schreiben. Dies ist Teil 27. Teil 6 dieser Serie enthält eine schöne Geschichte über einen jungen, unerfahrenen Arthur Maury (hier klickenSpäter erlangte Arthur Maury in der Philatelie große Bekanntheit und hohes Ansehen, und ein nach ihm benannter Briefmarkenkatalog erscheint noch heute jährlich. Maury wurde am 31. Juli 1844 in Paris geboren. In jungen Jahren zog er mit seinen Eltern nach Boulogne-sur-Mer, wo sein Vater ein Handschuhgeschäft eröffnete. Arthur sammelte und handelte schon früh mit Briefmarken und durfte einen Teil des Ladens seines Vaters für den Briefmarkenhandel nutzen. Das war sehr vorteilhaft, da es in Boulogne-sur-Mer viele englische Touristen gab, mit denen er Geschäfte machen konnte. Zwei Porträtfotos von Arthur Maury, das untere entstand in späteren Lebensjahren. Später zog Maury nach Paris und baute sein Geschäft rasant aus, sodass er ein florierendes Unternehmen aufbaute. Anfänglich befand er sich in der Rue de Richelieu, doch die Dimensionen seines Unternehmens lassen sich anhand des obigen Bildes der späteren Geschäftsräume am Boulevard Montmartre Nr. 6 erahnen. Das Unternehmen existiert noch heute, hauptsächlich über das Internet, und ein Großteil des Geschäfts entfällt auf die Numismatik. 2009 war es sogar das erste französische Philatelieunternehmen, das an der Pariser Börse notiert wurde. http://www.postzegelblog.nl/wordpress/wp-content/uploads/2016/04/maury_album.jpg Maury war ein erfolgreicher Geschäftsmann mit vielfältigen Interessen. Er verfasste Bücher zu verschiedenen Themen, darunter auch zur Heraldik. Er war Vorsitzender der „Chambre Syndicate des Négociants et Timbres Poste“. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen auch Kataloge und Alben. Im Juni 1864 erschien die erste Ausgabe seiner Zeitschrift „Le Collectionneur de Timbres Poste“. Georges Herpin schlug in der Novemberausgabe 1864 dieser Zeitschrift vor, dass der Begriff „Philatelie“ anstelle von „Timbromanie“ als Oberbegriff für das Sammeln von Briefmarken verwendet werden sollte. Oben sehen Sie ein Bild einer Werbemarke von Maury, auf der die Buchstaben des Wortes „TIMBRES MAURY A PARIS“ spiegelverkehrt sind. Maury starb am 1. Dezember 1907, doch sein Name ist, wie bereits erwähnt, in der Philatelie bis heute präsent. 2010 gab Frankreich Briefmarken zum 150-jährigen Jubiläum der Pariser Briefmarkenbörse heraus, darunter eine mit dem Porträt von Arthur Maury.

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