Patersons Buschballaden auf australischen Briefmarken
Die australische Post gab zu Ehren des Schriftstellers Banjo Paterson eine Serie von vier Briefmarken heraus. Der Dichter, Journalist, Redakteur und Anwalt Andrew Barton „Banjo“ Paterson gilt als Australiens Meister der Balladen. Das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert markierten die Blütezeit dieser beliebten Versform in Australien.
Doch Patersons Ruhm und seine Dichtung haben die Zeit überdauert. Im Jahr 2014 begingen wir den 150. Jahrestag seiner Geburt am 17. Februar 1864.
Patersons Verwendung einfacher, gereimter Erzählgedichte, die er für den Gesang adaptierte, erwies sich als beliebt. Das im Dezember 1889 veröffentlichte Gedicht „Clancy of the Overflow“ zeugt von Patersons romantischer Ader für das Leben im australischen Busch und vielleicht auch von seiner Ambivalenz gegenüber einer Karriere, die ihn sowohl an den Schreibtisch als auch an die Stadt fesselte.
Die 1890 erstmals veröffentlichte Ballade „Der Mann vom Snowy River“ erzählt die Geschichte von Reitern, die in einer Berglandschaft ein entlaufenes, preisgekröntes Fohlen verfolgen. Sie entstand kurz vor der Gründung des Bundes und zeichnet das Bild einer archetypischen Figur für eine Nation, die nach ihrer Identität suchte: jugendlich, mutig und risikofreudig.
„Waltzing Matilda“ ist wohl die bekannteste aller australischen Balladen und wird von manchen als inoffizielle Nationalhymne betrachtet. Paterson schrieb sie 1895 während eines Aufenthalts bei Freunden auf der Dagworth Station in Queensland.
„Mulga Bills Fahrrad“ trifft einen humorvollen Nerv. Die Geschichte erschien 1896 im Sydney Morning Herald und entstand auf dem Höhepunkt der Fahrradbegeisterung im 19. Jahrhundert.

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