Saatgutstempel

Landwirtschaft Australien das Vieh

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die die internationalen Bemühungen zur Bekämpfung des Hungers leitet.

Tunesien 2019

Ziel der FAO ist es, Ernährungssicherheit für alle zu erreichen und sicherzustellen, dass die Menschen regelmäßig Zugang zu ausreichend hochwertigen Lebensmitteln haben, um ein aktives und gesundes Leben zu führen. Mit über 194 Mitgliedstaaten ist die FAO in über 130 Ländern weltweit tätig. Die Definition von Ernährungssicherheit der FAO lautet: „Ernährungssicherheit besteht, wenn alle Menschen jederzeit physischen, wirtschaftlichen und sozialen Zugang zu ausreichenden, gesunden und nahrhaften Lebensmitteln haben, die es ihnen ermöglichen, ihren Energiebedarf zu decken und ihren Ernährungspräferenzen nachzukommen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen.“

Tunesien gab 2019 die oben abgebildeten Briefmarken heraus. Ihr Thema ist Saatgutanbau und Ernährungssicherheit.

Philippinen 2013

Bestimmte Samen und Nüsse sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette, und die Philippinen gaben 2013 Briefmarken heraus, die einige der beliebtesten, von Menschen und Tieren gleichermaßen verzehrten Lebensmittel zeigen. Oben sind von links Sonnenblumenkerne, Mungbohnen, Kaffeebohnen und Kürbiskerne abgebildet.

Weiter unten finden sich Cashewnüsse, Pili-Nüsse – wahrscheinlich nicht so bekannt, aber eine reichhaltige, buttrig schmeckende Nuss, die im vulkanischen Boden der philippinischen Halbinsel wächst und reich an Protein, Kalzium und Kalium ist – Wassermelonenkerne und Erdnüsse.

Das Sammeln und Einlagern von Saatgut ist ebenfalls eine notwendige Maßnahme, um das Überleben von Bäumen und Pflanzen zu sichern und so die Ernährung künftiger Generationen der stetig wachsenden Weltbevölkerung zu gewährleisten.

Australien 2019

Die Australian Seed Bank Partnership greift auf das Fachwissen führender australischer botanischer Gärten, Herbarien, staatlicher Umweltbehörden und akademischer Einrichtungen sowie von Nichtregierungsorganisationen zurück. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Sicherung australischer Flora in Ex-situ-Samensammlungen, die Verbesserung des Verständnisses der Samenbiologie zur Optimierung von Naturschutz- und Renaturierungsmaßnahmen sowie die Ausbildung und den Kapazitätsaufbau in Australien im Bereich Saatgutwissenschaft und -bankwesen. Das übergeordnete Ziel ist das Überleben der australischen Wildpflanzen unter den gegenwärtigen und sich verändernden Klimabedingungen und anderen Bedrohungen der Biodiversität. Die hier abgebildeten australischen Briefmarken zeigen Samen dreier einheimischer Pflanzenarten: Rytidosperma clelandii (ein seltenes, mehrjähriges Gras aus Südaustralien), Epacris pethrolia (ein potenziell gefährdeter alpiner Strauch aus den australischen Alpen und Hochgebirgsregionen in Victoria und Tasmanien) und Petrophile latericola (ein gefährdeter Strauch aus Westaustralien).

Marokko 2010

Um die Vielfalt von Briefmarken zu verdeutlichen, gibt es auch solche, die Pflanzensamen enthalten. Die marokkanische Briefmarke rechts zeigt beispielsweise Luzernesamen. Die Pflanze wird aufgrund ihres hohen Proteingehalts und ihrer leicht verdaulichen Ballaststoffe hauptsächlich als Futter für Hochleistungsmilchkühe verwendet, sekundär aber auch für Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen.

Im Jahr 2007 brachte die niederländische Post TNT eine Briefmarkenserie heraus, die unter einer Plastikschicht Samen enthielt. Nach dem Abziehen der Schicht konnten verschiedene Blumen, darunter Nelken, Petunien und Löwenmäulchen, eingepflanzt werden.

San Marino 2016

Die oben abgebildeten Briefmarken aus San Marino wurden anlässlich des Fruchtbarkeitstages am 7. Mai herausgegeben. Das Briefmarkenset soll die Mutterschaft, die Vaterschaft sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden des ungeborenen Kindes hervorheben. 

Die drei Briefmarken zeigen eine Mutter, einen Vater und ein Baby mit einem samenförmigen Körper und einem Keim auf dem Kopf. Im Mund des Babys befinden sich echte Samen von Zwergpetunien, die man einpflanzen kann.

Neuseeland 2017

Und schließlich sprechen die oben abgebildeten neuseeländischen Saatgutstempel für sich selbst.

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