Rund und Rund
Die irischen Rundtürme sind unter den antiken Denkmälern der Welt bemerkenswert, da sie zwar ein starkes historisches und kulturelles Zeugnis ablegen, aber gleichzeitig einem sehr praktischen Zweck dienten. Zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert wurden die irischen Rundtürme als Glockentürme und Verstecke während der Wikingerüberfälle genutzt.
Die Türme dienten dem Schutz und waren daher meist recht hoch – typischerweise zwischen 50 und 150 Metern. Der einzige Zugang führte durch eine schmale, hoch oben in der Turmwand gelegene Tür, die über eine Leiter erreichbar war. Irische Rundtürme werden in Handarbeit aus einheimischem Stein errichtet und mit einem Mörtel aus Sand, Kalk, Rosshaar und Ochsenblut verfugt – eine Technik, die aus dem römischen Britannien übernommen wurde. Mehr als 100 Rundtürme wurden in Irland gebaut, von denen 65 in unterschiedlichem Erhaltungszustand erhalten sind.

Im Jahr 2005 jährte sich das Monuments of Ireland Act zum 75. Mal, und um dieses Jubiläum zu würdigen, ist es nur angemessen, dass die Round Towers of Ireland in der in diesem Jahr herausgegebenen Ireland Series Erwähnung finden.
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