Bildkarten
Es handelt sich nicht um ein Foto, sondern um eine Zeichnung, genau wie bei den anderen vier charakteristischen Gesichtern von Nijmegen und der Umgebung.
Alle auf dem Bild des Bahnhofs und des Spoorstraat-Gebiets zu sehenden Gebäude sind inzwischen verschwunden.
Auf einer anderen Karte ist das alte Bahnhofsgebäude in seiner ganzen Pracht zu sehen. Das Foto wurde vom Garten des Oranjehotels aus aufgenommen, das ebenfalls nicht mehr existiert. Ich weiß nicht, in welchem Teil sich die Post befand. Die Post diente gleichzeitig als Versandstelle für die Annahme und den Versand von Briefen und Paketen über das Eisenbahnnetz. Diese Postkarte wurde von der Uitgeverij AA vd Borg in Nijmegen hergestellt und stammt aus der Zeit nach 1900.
Das Oranjehotel existiert ebenfalls nicht mehr. Das 1892 nach einem Entwurf des Architekten C. H. Peters erbaute Bahnhofsgebäude wurde am 22. Februar 1944 bei einem amerikanischen Bombenangriff von zwei Volltreffern getroffen und vollständig zerstört. Es war 13:30 Uhr, als dies geschah. Zurück zur ersten Postkarte. Neben dem Bahnhofsgebäude zeigt diese Karte eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die für die Stadt und ihre Umgebung charakteristisch sind. Auch ein Teil von Beek bei Nijmegen ist zu sehen.
Die Karte wurde vermutlich in einem Hotel in dieser kleinen Stadt verkauft. Ein bei Urlaubern beliebter Ort aufgrund seiner wunderschönen Umgebung, wie auch der Werbestempel belegt.
Aufgegeben wurde der Ort in Beek bei Nijmegen, wie der Abdruck des Hilfspostamtsstempels vermuten lässt.
Diese Briefmarke, vom sogenannten kleinen runden Typ, wurde am 29. Oktober 1894 zusammen mit einem Dienstmarkenstempel an die Post ausgegeben. Der Name ist auf der kleinen runden Briefmarke nicht ganz korrekt angegeben, da die linke Klammer (vor dem N von Nijmegen) – wie auch auf der Dienstmarkenstempel – vor dem Wort „bij“ stehen müsste. Die Karte wurde am 1. Oktober 1898 zwischen 12 und 8 Uhr, also vermutlich früh morgens, abgestempelt.
Der Adressat wohnte in Haarlem, wo die Karte am selben Tag zwischen 4 und 5 Uhr mit der kleinen runden Haarlemer Briefmarke abgestempelt wurde. Zugestellt wurde sie von einem Postboten mit der Nummer 24. Dieser Postbote hatte seinen Dienst vermutlich im Juli 1884 angetreten, da bis dahin nur 23 Zustellmarken ausgegeben worden waren. In Haarlem gab es bis etwa 1894 sechs Postzustellungen pro Tag. Dies war an den Buchstaben A bis F auf den Zustellmarken erkennbar. 1894 wurde die Anzahl der täglichen Zustellungen um eine siebte erhöht! Zu diesem Zweck wurde den Zustellern der Buchstabe G zugeteilt. Doch warum fehlt der Buchstabe auf dem Abdruck von Zusteller 24? Hatte er ihn noch nicht erhalten? Oder war ein Brief verloren gegangen? Solche Rätsel beschäftigen mich. Und manchmal ergibt sich die Lösung unerwartet, und ich bin wieder zufrieden. Briefmarkensammeln ist mehr als nur Briefmarken sammeln.

Philatelie ist mehr als nur das Sammeln von Briefmarken.
Sehe ich das richtig, dass da „Groete“ steht? Komisch; stimmte das damals?