Ansichtskarte unterirdisch angebracht…

Das Bergwerk erstreckte sich über mehrere Ebenen, und die kleine Übertagestation befand sich auf der zweiten Ebene, 259 Meter über dem Meeresspiegel. Nach 30 Metern Abstieg erreichte man den Endpunkt, von dem aus man weitere 61 Stufen hinabsteigen musste, um eine Ebene zu erreichen, die vollständig im Originalzustand von vor hundert Jahren eingerichtet war.

Doch es gab noch mehr im Untergrund. Etwas völlig Unerwartetes: ein kleines unterirdisches Postamt. Hier konnte man Postkarten, Briefmarken für den Versand mit der Royal Mail und zusätzliche Briefmarken für den Transport der Karte vom unterirdischen Postamt zur nächsten Postfiliale kaufen. Royal Mail.

Der kleine Zug, der auf den Briefmarken abgebildet ist Llechwedd Es handelt sich nicht um die Bahn zur Tiefenmine, sondern um eine andere Bahn auf demselben Gelände, die ebenfalls unterirdisch, aber horizontal in den Berg hineinfährt. Auch hier wurden riesige Höhlen in den Berg gehauen, um Schiefer abzubauen. Dieser Abschnitt wurde bereits 1972 für Touristen geöffnet und trägt den Namen „Die unterirdische Bergmannsbahn.
Als wir nach Hause kamen, lag die Karte bereits auf der Fußmatte, und damit hatten wir eine greifbare Erinnerung an jenen besonderen Tag, an dem wir unsere Postgeschäfte unterirdisch erledigen konnten.

Schickst du dir auch manchmal Postkarten aus dem Urlaub? Ich schon! Sie sind eine tolle Ergänzung zu meinen Urlaubsfotos. Und es ist immer schön, die Karte wiederzusehen und Heimweh zu bekommen. Bis bald!

Cees, was für ein Zufall! Vor einer Woche schrieb ich noch in meinem Blog über das Unterwasserpostamt in Vanuatu, und jetzt kommst du mit einer wunderbaren Geschichte über ein unterirdisches Postamt in Wales daher.
Mit Ihrer (unaufgeforderten) Erlaubnis habe ich Ihre Karte auf meinem kleinen Blog veröffentlicht.
Das sind ja tolle Sachen!