Ansichtskarte unterirdisch angebracht…

Karten

slope-200p.jpgWaren Sie schon einmal in Wales, oder wie die Waliser es selbst schreiben, Cymru? Dann wissen Sie, dass sich in Nordwales Berge aus grauem Abraumgestein erheben. Überreste aus einer Zeit, als es hier viele Schieferbrüche gab. Wie zum Beispiel Pentre Llechwedd, in der Nähe des Dorfes Blaenau Ffestiniog. Während eines unserer vielen Urlaube in England und Wales besuchten wir dieses Schieferbergwerk. Es wurde 1849 eröffnet und man konnte mit einer kleinen Bahn, die steil bergab fuhr, hineinfahren!

Das Bergwerk erstreckte sich über mehrere Ebenen, und die kleine Übertagestation befand sich auf der zweiten Ebene, 259 Meter über dem Meeresspiegel. Nach 30 Metern Abstieg erreichte man den Endpunkt, von dem aus man weitere 61 Stufen hinabsteigen musste, um eine Ebene zu erreichen, die vollständig im Originalzustand von vor hundert Jahren eingerichtet war.

slope-1984-200p.jpgNach einer etwa halbstündigen Führung, bei der die Erklärungen auf Englisch und Walisisch gegeben wurden, konnte man wieder hinauffahren. Zurück ging es mit der kleinen Bahn vom sogenannten „„Tiefenmine“Wunderschön! Und besonders der Schluss, als in einer der riesigen, in den Fels gehauenen Schieferkammern ein Lied von einem großen Bergmannschor gesungen wurde.

Doch es gab noch mehr im Untergrund. Etwas völlig Unerwartetes: ein kleines unterirdisches Postamt. Hier konnte man Postkarten, Briefmarken für den Versand mit der Royal Mail und zusätzliche Briefmarken für den Transport der Karte vom unterirdischen Postamt zur nächsten Postfiliale kaufen. Royal Mail.

hillside-1984-208-200p.jpgDas unterirdische Postamt existierte seit 1979, dem Jahr der Öffnung des Bergwerks für Touristen. Neben regulären Briefmarken und den „eigenen“ Briefmarken des Bergwerks wurde auch eine Sondermarke verwendet. Das Bergwerk wurde am 25. Juli 1984 besucht, und die Karte befand sich im Postamt von [Datum einfügen]. Blaenau Ffestiniog Am selben Tag abgestempelt.

Der kleine Zug, der auf den Briefmarken abgebildet ist Llechwedd Es handelt sich nicht um die Bahn zur Tiefenmine, sondern um eine andere Bahn auf demselben Gelände, die ebenfalls unterirdisch, aber horizontal in den Berg hineinfährt. Auch hier wurden riesige Höhlen in den Berg gehauen, um Schiefer abzubauen. Dieser Abschnitt wurde bereits 1972 für Touristen geöffnet und trägt den Namen „Die unterirdische Bergmannsbahn.

Als wir nach Hause kamen, lag die Karte bereits auf der Fußmatte, und damit hatten wir eine greifbare Erinnerung an jenen besonderen Tag, an dem wir unsere Postgeschäfte unterirdisch erledigen konnten.

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Schickst du dir auch manchmal Postkarten aus dem Urlaub? Ich schon! Sie sind eine tolle Ergänzung zu meinen Urlaubsfotos. Und es ist immer schön, die Karte wiederzusehen und Heimweh zu bekommen. Bis bald!

1 Reaktion

  1. Cees, was für ein Zufall! Vor einer Woche schrieb ich noch in meinem Blog über das Unterwasserpostamt in Vanuatu, und jetzt kommst du mit einer wunderbaren Geschichte über ein unterirdisches Postamt in Wales daher.
    Mit Ihrer (unaufgeforderten) Erlaubnis habe ich Ihre Karte auf meinem kleinen Blog veröffentlicht.
    Das sind ja tolle Sachen!

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