Posthorn-Serie Bundesrepublik Deutschland 1951-1952
Die Deutsche Bundespost nahm am 1. April 1950 ihren Betrieb auf. Als Nachfolgerin der von den britischen und amerikanischen Besatzern unter dem Namen Deutsche Post herausgegebenen Reihe von Architekturdokumenten wurden die ersten Werte der Posthoorn-Serie, auch bekannt als Chiffrierserie, am 20. Juni 1951 ausgegeben.
Dies waren die Werte 4 Pf, 10 Pf und 20 Pf. Anstelle von „Deutsche Post“ wurde nun „Deutsche Bundespost“ angezeigt. Am 1. August 1951 erschienen neue Werte: 2 Pf, 5 Pf und 30 Pf. Die 30-Pf-Marke war größer als die zuvor ausgegebenen Marken.
Am 20. September 1951 wurden erneut neue Werte herausgegeben. Es handelte sich um die 6 Pf, 8 Pf, 15 Pf und 25 Pf im kleinen Format. Am 20. Dezember 1951 folgten die 40 Pf und 60 Pf im großen Format.
Die 50-Pf- und 70-Pf-Werte wurden am 11. März 1952 im Großformat ausgegeben, die beiden letzten, die 80-Pf- und 90-Pf-Werte, am 16. April 1952.
Damit war die Serie abgeschlossen. Die Auflagen der Briefmarken waren sehr hoch. Ungebraucht sind diese Marken, insbesondere die höheren Werte, jedoch äußerst selten! Ihre Gültigkeit endete am 31. Dezember 1954. Die Verfügbarkeit war also nur kurz. Die Preise dieser Marken stiegen weiter. Vor allem die Werte von 6 Pfennig, 8 Pfennig, 25 Pfennig bis einschließlich 90 Pfennig gerieten bei Sammlern in Vergessenheit. Heute ist eine Serie in postfrischem Zustand ein kleines Vermögen wert.
1982 wurden zwei Blocks herausgegeben, um an das 30-jährige Jubiläum der Posthorn-Serie zu erinnern. Diese Blocks wurden NICHT von der Bundespost herausgegeben! Es handelte sich um sogenannte Faksimile-Ausgaben oder Nachdrucke. Viele Sammler nutzten die Marken dieser Bögen, um Lücken in ihren Alben zu schließen. Sind diese Nachdrucke leicht zu erkennen? Zum Glück ja.
Nehmen wir beispielsweise die 80-Pfand-Briefmarke. Es handelt sich sowohl um eine Originalmarke als auch um einen Nachdruck. Der Nachdruck trägt unten den Aufdruck „Faksimile 1982“. Er weist jedoch auf der Rückseite ein weiteres Unterscheidungsmerkmal auf.
Auch hier wurde der Text Faksimile 1982 verwendet.
Da postfrische Briefmarken deutlich teurer sind als solche mit Klebstoffresten oder entwertete, empfiehlt es sich, diese von einem anerkannten Prüfer untersuchen zu lassen. Die 60-Pfand-Marke links ist postfrisch; die Marke rechts ist perforiert. Die Perforation ist kaum sichtbar, wurde aber vom deutschen Prüfer Hans-Dieter Schlegel aus Berlin entdeckt.
Er ist der Experte für Posthorn-Briefmarken. Nach Prüfung stellt er ein Echtheitszertifikat aus. Manchmal findet man Briefmarken, wie beispielsweise die 80-Pfand-Marke, mit seinem Poststempel auf der Rückseite. Ich persönlich halte nichts von solchen Markierungen. Er tat dies jedoch im Zusammenhang mit der Echtheitsprüfung der Gummierung. Denn es kommt vor, dass ungebrauchte Briefmarken, die ursprünglich eine Kleberückseite hatten, gereinigt und neu gummiert wurden! Würden Sie diese Nachdrucke der Posthorn-Serie in Ihre Sammlung aufnehmen? Oder bevorzugen Sie die Originale, aber entwertete Marken?
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