Passiv/aktiv

Briefmarken Damen
aletta-jacobs.jpg Warum ein Bild von Aletta Jacobs? Ganz einfach, weil sie (wäre sie noch am Leben) heute ungemein stolz gewesen wäre, diese Kämpferin für... Frauenwahlrecht. Und warum sie gerade heute besonders stolz gewesen wäre, Aletta Jacobs?! Ganz einfach: Heute, am 5. Juli, aber im Jahr 1922, durften niederländische Frauen erstmals ihr Wahlrecht ausüben. Sie durften also ihre Stimme abgeben. Das Recht, sich zur Wahl zu stellen, hatten sie bereits seit 1917. Die Erlangung des Wahlrechts, genauer gesagt der 60. Jahrestag, wurde 1979 mit einer Briefmarke gefeiert. Sie denken jetzt sicher: 1922 – 1919, da liegen drei Jahre dazwischen. Der Unterschied liegt darin, dass das aktive Wahlrecht für Frauen zwar 1919 gesetzlich anerkannt wurde, die ersten Wahlen aber erst drei Jahre später stattfanden. Um welche Briefmarke geht es? Um die unten abgebildete, entworfen von Addy de Meester. suffrage-1979.jpg Zwanzig Jahre später, im Jahr 1999, ist das Frauenwahlrecht im Rahmen der Serie „Höhepunkte des 20. Jahrhunderts“ der Designer Hans Bockting und Will de l'Ecluse erneut Thema einer Briefmarke. suffrage-1999.jpg Was mich an der ganzen Geschichte am meisten überrascht? Dass es keine Briefmarke gibt – zumindest habe ich keine gefunden –, die allein Aletta Jacobs gewidmet ist. Sie scheint doch eine Frau zu sein, die eine Briefmarke verdient hätte, um es mal vorsichtig auszudrücken! Oder war sie vielleicht etwas zu, sagen wir mal, unabhängig?

1 Reaktion

  1. Briefmarken sollen wohl dem Gemeinwohl dienen. Alletta Jacobs dürfte das wahrscheinlich lieber sehen als ihr eigenes Konterfei auf einer Briefmarke. Ganz anders die vielen selbstverliebten Herren auf Briefmarken, die perfekt in die egozentrische Männerkultur passen, die den Anschluss an die Moderne verloren hat.

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