Überdruckte Briefmarken Suriname 1945 (Teil 2)

Briefmarken
Am 26. Juni 1945 gab die surinamale Post zwei weitere Briefmarken mit Aufdruck heraus. Es handelte sich um die 1-Cent-Marke mit einem ½-Cent-Aufdruck (Typ „Scheepje“) und die 10-Cent-Marke mit einem 7½-Cent-Aufdruck. Dies erscheint etwas merkwürdig, da die 7½-Cent-Marke „Scheepje“ bereits am 12. März 1945 mit einem Wert von 2½ Cent überdruckt worden war. Hatte die surinamale Post bei diesem Aufdruck einen Fehler gemacht und war der Bestand an 7½-Cent-Marken dadurch (nahezu) aufgebraucht? Der Bestand an überdruckten Briefmarken mit den Werten 25 Cent und 5 Cent, die am 12. März 1945 ausgegeben wurden, einschließlich der beiden neuen Werte, war innerhalb von drei Stunden ausverkauft! Jeder durfte nur 2 Sätze erwerben. Am 26. Juni 1945 standen die Menschen bereits in der Nacht vor Verkaufsbeginn Schlange. Die ersten beiden Briefmarken wurden mit Dekret vom 20. Februar 1945 angekündigt. Sie wurden zusammen mit der Luftpostmarke im Wert von 22 Cent, ebenfalls mit Aufdruck, verkauft, die in Teil 3 behandelt wird. Der Verkauf der Briefmarken ab dem 26. Juni 1945 wurde vom Finanzverwalter, dem die surinamale Post unterstand, wie folgt bekannt gegeben: „Der Unterzeichnete gibt bekannt, dass ab dem 26. Juni 1 die Frankiermarken mit Aufdruck im Wert von ½ Cent auf 1 Cent und 7 Cent auf 10 Cent hauptsächlich am Briefmarkenschalter in Paramaribo verkauft werden. Die Auflage beträgt jeweils 200.000 Stück. Pro Käufer darf maximal ein Bogen mit je 100 Stück erworben werden.“ Täglich werden maximal 20.000 Stück zum Verkauf angeboten, sowohl im Wert von ½ Cent als auch von 7½ Cent. Sollten jedoch nicht genügend Briefmarken für den Portoeinsatz vorhanden sein, können maximal 25.000 Stück für die Post zurückbehalten werden. Da kommt man fast auf die Idee, zu spekulieren! Aber zurück zum Thema. Die Aufdrucke wurden in Paramaribo von der Druckerei JH Oliveira angebracht. Auf den ½-Cent-Briefmarken lassen sich zwei Arten von Balken unterscheiden: ein einzelner, vollständiger Balken und ein zweiteiliger Balken. Des Weiteren kann zwischen dem Buchstaben c in ct unterschieden werden: großer und kleiner Schrift. Der Streifen aus drei Teilen zeigt, dass alle drei Varianten auf dem Bogen vorkommen können, sogar nebeneinander. Die Druckplatte bestand aus 100 einzelnen Klischees. Dies galt auch für den Wert von 7½ Cent. Die verschiedenen Aufdruckformen wurden erstmals von einigen amerikanischen Sammlern beschrieben. Sie konnten auch die Positionen der einzelnen Aufdruckformen auf dem Bogen angeben: ½ Cent – ​​kleines c in der 10. vertikalen Reihe; – gerades c, Marke 59 im Bogen; – linker Fuß der Ziffer 1 abgebrochen, Marke 24 im Bogen; – rechter Fuß der Ziffer 1 abgebrochen, Marke 48 im Bogen; – normaler (vollständiger) Balken, 75 Mal im Bogen; – Balken bestehend aus zwei Teilen von je 2 x 8½ mm, 23 Mal im Bogen; – Balken bestehend aus zwei Teilen, einem 6½ mm und dem anderen 11½ mm lang, Marken 90 und 100; 2½ Cent – ​​keine erkennbaren Fehler; 5 Cent – ​​der Schwanz der Ziffer 5 ist spitz, Marken 27, 33, 38, 39, 49 und 76 im Bogen. – kleines c, Marken 1, 2, 3, 4, 94, 95, 96, 97, 98, 99 und 100 im Bogen; – Balken vollständig und zweiteilig; – außerdem viele kleinere Abweichungen wie dünne und dicke Buchstaben, unterbrochene 5 und unterbrochenes t 7½ Cent – ​​kleines c, Marken 2, 8, 24, 28, 34, 35, 38, 46, 62, 89 und 99 im Bogen; – gerades c, Marke 53 im Bogen; – horizontaler Strich der Ziffer 1 auf Marke 12 im Bogen; – lange Bruchlinie auf Marke 1 im Bogen; – kurze Bruchlinie auf Marke 33 im Bogen; – Ziffer 7 ohne Strich auf Marke 2 im Bogen; – Unterschiede im Balken, zwei jeweils 4 mm lange Abschnitte bei den Marken 47 bis 65 des Bogens – außerdem viele kleinere Abweichungen wie dünne und dicke Buchstaben, gebrochene Buchstaben usw. Eine wunderbare Gelegenheit, all diese kleinen Fehler aufzuspüren und zu sammeln. Auch wenn es schon damals hieß: Kaufen Sie am besten einen kompletten Bogen mit allen Werten, dann haben Sie garantiert alle!

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