Überdruckte Briefmarken Suriname 1945 (Teil 1)
Am 12. März 1945 gab die surinamale Post zwei Briefmarken mit Aufdruck heraus: eine 7-Cent-Marke mit einem 2-Cent-Aufdruck (Typ „Scheepje“) und eine 10-Cent-Marke mit einem 5-Cent-Aufdruck. Da ich einen Umschlag erhielt, auf dem diese beiden Marken sowie eine 22-Cent-Luftpostmarke mit Aufdruck klebten, fragte ich mich, welches Aufdruckmuster für die 5-Cent-Marke verwendet worden war.
Der Aufdruck auf der 10-Cent-Marke war viel zu tief angebracht, wodurch der aus zwei Teilen bestehende Balken unterhalb statt über dem alten Wert gedruckt wurde. Natürlich war die Existenz dieser Variante schon länger bekannt, doch die Vergrößerung der Briefmarken ergab dennoch ein anderes Bild.
Die Zahl 5 und die Buchstaben wirken stark beschädigt, und auch der zweiteilige Balken war stellenweise etwas ausgefranst. Dies liegt unter anderem daran, dass die schwarze Tinte auf dem im Plattendruckverfahren aufgebrachten rot-orangen Bild nicht richtig haftete.
Bei der Durchsicht des kleinen Bestands dieser Briefmarken in meiner Sammlung fiel mir schnell auf, dass der Aufdruck sehr häufig beschädigt war, beispielsweise der Buchstabe C in Ct. Der Aufdruck selbst war jedoch einwandfrei, mit dem Balken über dem Wert 10C.
Der Aufdruck auf dieser Briefmarke war ebenfalls gut angebracht, jedoch mit einem beschädigten Buchstaben t, der Zahl 5 und den Balken.
Eine andere Briefmarke wies einen etwas zu hoch angebrachten Aufdruck auf. Dieser war so fett gedruckt, dass die Ziffer 5 fast vollständig verdeckt war. Der untere Teil des Buchstabens t war beinahe verschwunden.
Bei einer weiteren Briefmarke war der Aufdruck viel zu hoch angebracht, sodass der ursprüngliche Wert deutlich sichtbar blieb.
Auf einer nachfolgenden Briefmarke, die zu einem Paar gehörte, schien der Punkt an der Spitze der Zahl 5 verschwunden zu sein.
Die Zahl 5 unterscheidet sich in ihrer Form geringfügig von den anderen Briefmarken.
Darüber hinaus war noch ein weiterer Unterschied erkennbar: das kleine c in ct.
Der 2½-Cent-Aufdruck mit den zwei Balken weist ebenfalls häufig Beschädigungen auf, allerdings sind hier nur geringfügige Verschiebungen zu beobachten. Nächstes Mal werde ich die ½-Cent-Aufdrucke auf der grünen 1-Cent-Marke und die 7½-Cent-Aufdrucke auf der 10-Cent-Marke besprechen. Diese Serie von vier Briefmarken zeigt eine schier unendliche Vielfalt an Aufdruckfehlern und Beschädigungen und ist ideal für Sammler.
