Neue (un-)umgekehrte Jenny-Briefmarken
Die „Inverted Jenny“ ist eine der berühmtesten Briefmarken, und mal ehrlich, wer möchte diese besondere Marke nicht in seiner Sammlung haben? Ab sofort ist das möglich, denn die US-Post gibt brandneue „Inverted Jennys“ heraus, um an diese extrem seltene Luftpostmarke von 1918 zu erinnern.Die Geschichte hinter dem Druckfehler
Anfang des 20. Jahrhunderts experimentierte die US-Post mit dem Transport von Post per Flugzeug. Dies führte 1918 zur Einführung eines regelmäßigen Luftpostdienstes. Die Gebühren für den Lufttransport betrugen 24 Cent und waren damit deutlich höher als die 3 Cent für reguläre Post. Dafür musste eine neue Briefmarke gedruckt werden. Diese Marke wurde in aller Eile produziert; zwischen dem Stich und dem endgültigen Druck vergingen offenbar nur sechs Tage. Da die Marke zweifarbig gedruckt wurde, musste der Bogen zweimal durch die Druckmaschine, um die einzelnen Farben aufzutragen. Bei mindestens einem Bogen verlief dies nicht ganz reibungslos, da das Bild des kleinen Flugzeugs, einer Curtiss JN-4 (Curtiss Jenny), im Verhältnis zum Rahmen auf dem Kopf stand.
Der neue Briefmarkenbogen
Die Briefmarken auf dem Briefmarkenbogen haben einen Nennwert von 2 $. Sie sind daher deutlich von den Originalbriefmarken aus dem Jahr 1918 mit einem Wert von 0.24 $ zu unterscheiden.
Die Abbildung um die Briefmarken zeigt das Nationale Postmuseum in Washington, D.C., und die Route des ersten Luftpostflugs zwischen Washington, Philadelphia und New York. In der unteren linken Ecke ist der Luftfahrtpionier Rueben H. Fleet abgebildet, der die erste Gruppe von Luftpostpiloten anführte. Ausgabetag: 22. September 2013, Auflage: 2,2 Millionen Bogen.
Un-Inverted Jenny
Es ist nun bekannt geworden, dass insgesamt 100 Bogen dieser neuen Ausgabe der 2-Dollar-Briefmarke herausgegeben wurden, bei der die Mitte der auf dem Kopf stehenden Jenny korrekt platziert ist.
Absichtliche Ausgabe
Die Idee des Postmeisters Patrick R. Donahoe, diesen Fehldruck absichtlich zu einem weiteren Fehldruck zu machen, ist bemerkenswert, insbesondere da bereits bei seiner Entdeckung über seinen sehr hohen Wert spekuliert wurde. Und nun wurde eines dieser Blätter im Januar für 25.000 Dollar verkauft.
Beilage zur Meldung des Fundes an die USPS (US-Postdienststelle) mit dem Hinweis, die Jenny-Briefmarken-Verpackung mit der Aufschrift „Richtig herum“ zu versehen.
Gefunden von einem Sammler
Am 13. März kaufte Michael Generali die letzten zwanzig Bogen der „Inverted Jenny“ (umgedrehte Jenny) in der McNeil-Postfiliale in Austin, Texas. Zuhause angekommen, fand er die „Nicht-umgedrehte Jenny“ in der letzten Souvenirpackung. „Das ist der aufregendste Fund meines Lebens, und ich sammle schon seit 1962.“ Er kontaktierte die Zentrale des US-Postdienstes unter der auf dem Beileger angegebenen Telefonnummer und erfuhr, dass sein Fund das achte dem US-Postdienst zu diesem Zeitpunkt bekannte Exemplar war. Der Bogen bestand aus sechs 2-Dollar-Briefmarken mit der „Nicht-umgedrehten Jenny“.
Suche
Bislang sind nur 15 Bogen bekannt, sodass noch 85 weitere entdeckt werden müssen. Da die Bogen in Souvenirverpackungen einzeln verpackt sind, sind sie von außen nicht erkennbar. Die Verbreitung ist vielfältig: Dieser Bogen tauchte neben dem bereits erwähnten auch in Texas, Illinois, Georgia, New York und Kanada auf. Der zweite bekannte Bogen wurde in Kalifornien von Sammler Fred Everett gefunden und bei der Philatelieabteilung der US-Post bestellt.
Zertifikat von Patrick R. Donahoe für das zweite gemeldete Exemplar.

Der Newsletter USCA-post der renommierten USA-Canada Philately Association erklärt in Band 35, Nummer 189 vom Mai 2014 auf Seite 23, dass die Ausgabe der „100 zusätzlichen“ Blätter ein Aprilscherz sei! Sind die obigen Angaben deshalb auch erfunden?
Tatsächlich wurden weitere 100 Blätter nicht zusammen mit den 100 Blättern gedruckt, wie die USPS am 1. April mitteilte.
Dass 100 Exemplare im Umlauf sind, ist kein Aprilscherz. Die obigen Informationen sind also nicht erfunden.