Mesdag-Stempel: „Das Gemälde hat seltsame Abmessungen!“

NVPH 1632 - Panorama MesdagJaap Termes' Reaktion auf die Mesdag-Briefmarke (nvph 1632) im Artikel vom Sonntag, dem 23. Juni 2024: „Das Gemälde hat ungewöhnliche Dimensionen. So kommt man nie auf 1680 Quadratmeter“, erfordert weitere Erläuterungen. Ich hoffe, dass dies zu einem besseren Verständnis und mehr Wissen über das Briefmarkenmotiv führt. Vielleicht entdecken dadurch sogar einige Menschen ihre Wertschätzung dafür.

NVPH 1632 – Panorama Mesdag

NVPH 1632 - Panorama Mesdag Auf diesem extragroßen Briefmarkenmotiv kommt die Krümmung des Panoramas noch deutlicher zur Geltung. Ich nutze hiermit die Aussage des Grafikdesigners Haico Beukers zu diesem Stempel und füge zur Verdeutlichung einige Skizzen hinzu.
  • Haico Beukers: „Es handelt sich nicht um eine Reproduktion des Gemäldes, sondern um eine Illusion (ein Traumbild) davon. Das Bild (eigentlich nur ein Ausschnitt) ist auf der Briefmarke stark verzerrt, sodass man einen Eindruck von seiner Räumlichkeit/Dreidimensionalität [Länge, Breite und Dicke] erhält. Es evoziert die Atmosphäre des realen Panorama Mesdag. Die Silhouetten der Zuschauer verstärken diese Räumlichkeit zusätzlich. Drei Touristen verweisen auf den touristischen Aspekt des Panoramas.“
  • Damit präsentiert der Künstler sein persönliches Traumbild, seine Utopie oder Vision eines Teils des geschwungenen Panoramagemäldes. Schließlich ist es unmöglich, ein vollständiges Bild eines kreisförmigen Gemäldes zu vermitteln.
Angenommen, es handelt sich um ein flaches, zweidimensionales Gemälde (wie üblich, nur mit Länge und Breite) und ein Betrachter steht links davon, vorausgesetzt, sein Auge befindet sich auf gleicher Höhe wie der Horizont des Gemäldes. Beim Betrachten des Gemäldes entsteht die dazugehörige schematische Skizze. Aufgrund dieser Blickrichtung findet die entsprechende perspektivische Veränderung des Gemäldes vor dem Betrachter statt. Führen Sie nun dieselbe Übung zu Hause einen halben Meter neben einem Gemälde durch. Sie werden feststellen, dass sich beide Linien in einem Winkel treffen. Angenommen, man führt dieselbe Operation mit einem gekrümmten Ausschnitt des Mesdag-Gemäldes durch; der linke Teil ist identisch mit dem des flachen Gemäldes. Aufgrund der Krümmung ändert sich die Perspektive des Gemäldes jedoch völlig. Jede gerade Linie wird zu einer Kurve. Das Ergebnis? Jaap Termes (unglaublich angesichts der Fläche von 1680 Quadratmetern) bemerkt erstaunt: „Seltsame Dimensionen!“

4 Kommentare

  1. Gutten Morgen,

    Einerseits finde ich es gut, dass ein Autor des Postzegelblogs ausnahmsweise mal (inhaltlich) auf einen Leserkommentar antwortet. Schließlich erhalten Besucher des Postzegelblogs ja auch regelmäßig Antworten auf ihre Kommentare!

    Herr Termes meinte aber sicherlich lediglich, dass Bate (23.06.24) fälschlicherweise „1680 Quadratmeter (120 x 14 cm)“ geschrieben hatte. In der Tat, ZENTIMETER.
    Bates heutige Nachricht war daher völlig überflüssig.

    *Zucht.*

  2. Guido (Breda): „Ihrer Beobachtung nach stimmen die Abmessungen (120 x 14 Zentimeter) und die Oberfläche (1680 Quadratmeter) überein. Meine Beschreibung enthält keinen Tippfehler!“

  3. Hallo Bate,

    Danke für Ihre Antwort.
    Auf NVPH 1632 und somit auch auf der Briefmarke sind die Abmessungen in der unteren rechten Ecke angegeben. Dort steht „Umfang: 120 m“ und „Höhe: 14 m“.

    120 m bedeutet 12.000 Zentimeter.
    14 m bedeutet 1.400 Zentimeter.

    Des Weiteren werde ich natürlich keine weitere Zeit damit verbringen…

Hinterlasse einen Kommentar

Der Zeitpunkt, zu dem Ihre Antwort sichtbar wird, kann je nach Sprache variieren und bis zu 24 Stunden dauern.

Gastbeitrag