Karl-Marx-Stadt
Karl Marx wurde am 5. Mai 1818 in Trier geboren. Er prägte die politische Philosophie maßgeblich und war einer der Gründer der Arbeiterbewegung. Er zählt zu den zentralen Figuren der Geschichte des Sozialismus und Kommunismus. Er starb am 14. März 1883 in London und ist auf dem Highgate Cemetery in England begraben. In Karl-Marx-Stadt steht eine riesige Büste, die auf einer Briefmarke vom 5. Oktober 1971 abgebildet war. Eine weitere Briefmarke mit seinem Porträt erschien am 13. Mai 1980.
Chemnitz war ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt und wurde am 5. März 1945 schwer bombardiert. Während der Besatzung durch sowjetische Truppen wurde am 7. Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Am 3. Oktober 1990 wurde die Demokratische Republik mit der Bundesrepublik wiedervereinigt, und in einer Volksabstimmung wurde der alte Name der Stadt wiederhergestellt.
Als Sammler von Poststempelabdrücken fiel mir auf, dass die Zahlen und Buchstaben auf den Karl-Marx-Stadt-Briefmarken zueinander passten. Wie man auf dem Umschlag von 1968 oben sehen kann: Karl-Marx-Stadt 23-Briefmarke mit Einschreibeschein 9023. Der Buchstabe „g“ am unteren Rand der Briefmarke hatte keinen Bezug zum Einschreibeschein.
Ich habe noch eine weitere Briefmarke gefunden, ebenfalls aus dem Jahr 1968, mit der Seriennummer 1 am Rand, der Zahl 90 in der Mitte oben und dem Buchstaben B unten, sowie einem Notizstreifen mit der Zahl 901 und einem Buchstaben b nach der Seriennummer.
Gleiches gilt für Stempel c mit Streifen c.
Doch dann ergab plötzlich alles keinen Sinn mehr. Eine Briefmarke von 1969 ohne Seriennummer, aber mit der Zahl 90 und den Buchstaben ab am unteren Rand. Der Registrierungsschein war mit einem blauen Stift verändert worden, da die Buchstaben dn durchgestrichen waren. Die Zahl 901 für den Namen des Amtes war jedoch noch vorhanden.
Und noch ein Rätsel: die Karl-Marx-Stadt-Briefmarke mit der Seriennummer 1, ebenfalls aus dem Jahr 1969, mit der Zahl 90 oben in der Mitte und dem Buchstaben v unten. Aber der Beleg? Nur die Zahl 901, kein Buchstabe danach.
Was mir überhaupt nicht einleuchtete, war die Briefmarke von 1969 aus Karl-Marx-Stadt 1 mit der Zahl 90 oben in der Mitte und dem Buchstaben m unten. Und der Beleg? Ein Einschreibeschein mit dem Stempel des Amtes und dem handschriftlich eingetragenen „c 1“. Ein Eilbeleg? Offenbar wurde das System der Nummerierung und Beschriftung der Briefmarken in Bezug auf die Einschreibescheine irgendwann aufgegeben. Aber wie das genau funktionierte? Ich weiß es nicht! Anfragen bei einem deutschen Sammler in Chemnitz blieben bisher erfolglos. Jedenfalls untersuche ich jeden Einschreibebriefumschlag, der aus Karl-Marx-Stadt stammt und mir in die Hände fällt.

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