Inventarisierung und Vernetzung des immateriellen Kulturerbes
Immaterielles Kulturerbe umfasst soziale Bräuche, Darstellungen, Rituale, Traditionen, Ausdrucksformen, besonderes Wissen und Fertigkeiten. Es wird von Menschen getragen, verbindet Gruppen und verleiht dem Leben und der Gesellschaft Sinn und Farbe. Auf den ersten Blick wirkt der Briefmarkenbogen überladen, unübersichtlich und lebhaft, ein Eindruck, der durch die durchgehende visuelle und farbliche Wirkung sowie die leuchtenden Farben noch verstärkt wird. Dies unterstreicht jedoch die Vernetzung der Kulturgüter.
Immaterielles Kulturerbe, Ausgabedatum Montag, 16. September 2024
Angaben zur Ausgabe: Grafikdesigner Hans Gremmen aus Amsterdam, Auflage 100.000 Blatt mit 6 verschiedenen Briefmarken, Drucker Koninklijke Joh. Enschedé BV in Haarlem.

1) Eine blaue Stange mit einer wellenförmigen Wasserlinie symbolisiert das Fierljeppen in Friesland. Dabei springen die Athleten mit einer besonders langen Stange so weit wie möglich über einen ausreichend breiten Graben. Ein Anlauf ist für den Weitsprung unerlässlich. Während des Sprungs über das Wasser klettert der Springer so hoch wie möglich an der Stange hoch, um bei der Landung noch weiter springen zu können. 2) Gelbe, künstliche Käsescheiben mit Löchern.

3) Der rote Dahlienstrauch symbolisiert eine Blumenparade. 4) Ein blau-kariertes Stoffstück aus Suriname dient als Pangi oder Wickeltuch.

5) Bunte, explodierende Raketen in Gelb, Rot und Blau verweisen auf das Feuerwerk, das an Silvester gezündet wird. 6) Das Schwarz-Weiß-Foto mit Feiernden repräsentiert die Gabber-Kultur, insbesondere in den Großstädten.

7) Ein Schwarm Tauben an einem sonnigen Tag symbolisiert den Taubensport. 8) Das Schwarz-Weiß-Foto eines Radfahrers, der gegen den Wind ankämpft, steht für die niederländische Radsportkultur.

9) Rote und weiße Felder auf einem Brett mit gleichfarbigen Steinen erinnern an das Damespiel. 10) Der Topf bezieht sich auf das Backen von Poffertjes in einer Poffertjes-Form.
11) Der verkürzte Neonschriftzug repräsentiert die chinesisch-indonesische Restaurantkultur. 12) Die Illustration mit Insekten verweist auf mythische Spinnen, die in der Erzähltradition (Anansi) der karibischen Niederlande eine zentrale Rolle spielen.
13) Der Text eines Hutspot-Rezepts bezieht sich auf die Zubereitung von Stamppot. Hutspot spielte einst in Leiden eine lebensrettende Rolle.
14) Der Marschplan auf vier gelben Balken stellt die Viertagemärsche von Nijmegen dar. 15) Zwei Textspalten mit dialektalen Ausdrücken und Bedeutungen beziehen sich auf den westfriesischen Dialekt.
- Der Grafikdesigner Hans Gremmen nutzte dankenswerterweise Informationen des Wissenszentrums für Immaterielles Kulturerbe der Niederlande in Arnheim für die Erstellung des Inventars. Meine Gefühle, Emotionen und mein Engagement spielten eine wichtige Rolle bei der Auswahl der interessanten Objekte.
- Auf dem Briefmarkenbogen fließt alles ineinander. Bei einigen Briefmarken ist der durchgehende Bildeffekt über die Perforation hinweg sichtbar, und das völlig zu Recht. Denn in Wirklichkeit sind die Grenzen nicht so klar. Die Motive haben alle ihre Eigenart, aber es gibt auch Überschneidungen.
- Die abgebildeten Gegenstände finden sich in den gesamten Niederlanden (Briefmarken 5, 7, 8, 9, 10 und 11) oder in den regionalen Niederlanden (Briefmarken 1, 2, 3, 6 und 13). Historisch betrachtet stehen sie aber auch im Zusammenhang mit den „Großniederländischen“* (Briefmarken 4 und 12), als die Niederlande noch zeitweise Kolonien auf allen Kontinenten besaßen. Bereits damals setzte eine Migrationsbewegung von Menschen aus diesen verschiedenen Ländern ein, die bis heute anhält.
- Die Vielfalt und Vielseitigkeit der Themen werden eindrucksvoll durch den Einsatz von Piktogrammen, Fotografien, Illustrationen, Typografie, Mustern und Diagrammen auf unterschiedliche Weise erfasst.
- Jede einzelne Briefmarke kommt im Gesamtbild des Briefmarkenbogens besser zur Geltung.

Auf dem Briefmarkenbogen ist Hans Gremmen als Designername angegeben, im Text dieser Nachricht (unter Emissionsdetails) wird jedoch Marc Gijzen als Designername genannt.
Ich gehe davon aus, dass der Name auf dem Briefmarkenbogen der richtige ist, also Hans Gremmen.
So, leider für Marc Gijzen, einen Experten für Bildbearbeitung und digitale Lithografie laut Internet.
Ich habe versehentlich die Angaben in der PostNL-Pressemitteilung verwechselt! Hans Gremmen aus Amsterdam ist der Designer und Marc Gijzen aus Voorburg ist der Lithograf.
Der Name des Designers wurde geändert.
Glücklicherweise wurden die Motive der Briefmarken im Begleittext beschrieben. Mit Mühe gelingt es mir, das immaterielle Kulturerbe der Briefmarken herauszuarbeiten.