Ich habe mich oft gefragt…
Heutzutage werden Unmengen an Weihnachts- und Neujahrskarten geschrieben und verschickt. Ich selbst habe schon Dutzende verschickt und erhalten. Daraus habe ich auch eine große Girlande gebunden. Das machen viele von uns. Eine schöne Tradition. Früher wurden die Karten meist ohne Umschlag geschrieben und verschickt. Verziert wurden sie mit Kinderbriefmarken; damals waren das die Weihnachtsbriefmarken.
Da heutzutage die Portogebühren für Karten, Druckerzeugnisse und Briefe vereinheitlicht sind, werden mindestens 99 % in einem Umschlag verschickt. Und mit einer Weihnachtsmarke versehen, die in den Niederlanden üblicherweise „Dezembermarke“ genannt wird.
Was passiert mit den meisten Leuten, wenn wieder ein Stapel Weihnachtskarten vor der Tür landet? Der Umschlag wird geöffnet und die Karte kurz überflogen. Meistens wird nur der Absendername gelesen. Der Umschlag mit der aufgeklebten Dezembermarke landet achtlos im Müll. Aber Briefmarkensammler? Die sind ganz verrückt nach den Motiven auf den Dezembermarken. Modernes Design, innovativ – alles, was das Herz begehrt! Aber die Karten selbst? Die werden kaum beachtet. Es bleiben einfach die netten Bilder mit Weihnachtsbäumen, Weihnachtsdekorationen, Schneelandschaften mit niedlichen Häuschen und dem Weihnachtsmann mit Schlitten und Rentieren. Das stört niemanden. Aber wenn diese Motive auf einer Weihnachtsmarke abgebildet sind, bricht die Hölle los!
Oder vielleicht doch nicht? Schauen Sie sich nur einmal die Motive auf Weihnachtsbriefmarken einiger europäischer Länder an, die ich mir angesehen habe. Zum Beispiel die aus Belgien, Großbritannien und Finnland. Belgien gestaltet daraus manchmal sogar ganze Weihnachtskarten. Wie etwa 2002: Zehn Weihnachtsbriefmarken mit einer Schneelandschaft voller bunter Details! Sehr einprägsam und perfekt für die Weihnachtszeit – gestaltet von Studio Max.
Aber auch Großbritannien setzt mit seinen Weihnachtsbriefmarkenserien auf Nostalgie. So gibt es beispielsweise eine Briefmarke mit Motiven der Heiligen Drei Könige, ein niedliches Bild eines Kindes, das im Bett Blockflöte spielt, während ein Schneemann zuschaut (oder zuhört?), oder eine Weihnachtskarte direkt auf der Briefmarke, flankiert von Schneelandschaften.
Und Finnland, der Weihnachtsmann mit Schlitten, die Heiligen Drei Könige und ein Engel mit Trompete. Die letzten beiden Briefmarken sind selbstklebend. Geht es noch einfacher?
Ich habe mich oft gefragt: Ist das auch in den Niederlanden möglich? Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2008!

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