Geschichte des Briefmarkensammelns

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erste Briefmarke der WeltEnde der 1970er-Jahre erschien in der niederländischen Zeitschrift „Philatelie“ eine faszinierende Artikelserie von K. Kouwenberg zur Geschichte des Briefmarkensammelns. Diese Serie inspirierte Rob Smit, den Inhaber von PostBeeld, die Geschichte des Briefmarkensammelns in mehreren Teilen neu zu schreiben. Dies ist Teil 1: Einführung und die erste Briefmarke.

Einführung:

1978, als ich sechzehn war, begann die Monatszeitschrift „Philatelie“ eine Artikelserie zur Geschichte des Briefmarkensammelns. Ich war damals sehr an Briefmarken interessiert. Wie viele andere sammelte ich sie schon früh. Doch bald führte mich meine Sammelleidenschaft in eine andere Richtung. Meine Eltern besuchten regelmäßig Briefmarkenausstellungen, da mein Vater alte Haarlemer Postkarten sammelte und auch ein wenig mit Postkarten und Plaatjesalbums (Alben für Zigarettenbilder und Beilagen zu Kaffee- und Teepackungen) handelte. Natürlich begleitete ich sie und begann bald, Briefmarken zu tauschen, wobei ich mich vor allem auf meine Lieblingsmarken konzentrierte. Ich wurde recht schnell als eine Art Händler akzeptiert.
Rob Smit als Junge in einer Briefmarkenausstellung
Rob, 12 Jahre alt – zieht bereits Kunden auf einer Messe an
Anders als viele Sammler und Gelegenheitshändler in Holland zu jener Zeit konzentrierte ich mich nicht nur auf niederländische Briefmarken, sondern auch auf solche aus anderen Ländern. Das Durchforsten von Katalogen (damals hauptsächlich Yvert) war sehr zeitaufwendig, was sich nicht immer positiv auf meine Schulnoten auswirkte, aber mein Allgemeinwissen und meine Sprachkenntnisse enorm verbesserte. Außerdem interessierte ich mich schon immer für Geschichte. Als ich in der Grundschule war und man mich fragte, was ich werden wollte, lautete meine Antwort stets: „Archäologe“. Neben Briefmarkenkatalogen las ich hauptsächlich Bücher über Geschichte und Geografie. Dieser Hintergrund war zweifellos auch der Grund, warum mich die Artikelserie in der Zeitschrift „Philatelie“ so sehr fesselte. Und diese Artikel waren wohl mitverantwortlich dafür, dass ich nicht Archäologe, sondern Briefmarkenhändler wurde. Sie beeinflussten mich jedenfalls dazu, alte philatelistische Publikationen anstelle von Briefmarken zu sammeln (obwohl mein Handelsbestand bis heute tatsächlich eine sehr große Briefmarkensammlung ist). Besonders faszinierten mich die Geschichten der philatelistischen Pioniere in den fünfzig Jahren nach dem Erscheinen der ersten Briefmarke. Wie entstanden die ersten Kataloge und Alben? Wie sammelten die Menschen, wann und wie tauschten sie Informationen aus und wie fanden sie ihre Briefmarken? Und natürlich, aus meiner Sicht: Wie erging es den ersten Händlern und Verlegern? Dies ist der erste Artikel einer Reihe, in der ich all diese und weitere Themen behandeln und mich auf die philatelistischen Pioniere des 19. Jahrhunderts konzentrieren möchte. In den kommenden Monaten wird das Freestampmagazine weitere Artikel über Sammler und die Entstehung des ersten Katalogs veröffentlichen. Wie die Artikel von Herrn Kouwenberg erhebt auch diese Reihe nicht den Anspruch, eine wissenschaftlich fundierte Geschichte des Briefmarkensammelns zu sein. Sie spiegelt vielmehr bereits veröffentlichte Informationen, Recherchen im Internet und Erkenntnisse aus meiner eigenen umfangreichen Büchersammlung zu diesem Thema wider.

Die erste Briefmarke

Der Penny Black Eine Briefmarke ist eigentlich eine Quittung für die Bezahlung einer Dienstleistung, nämlich der Postzustellung. Die erste Briefmarke erschien 1653 in Paris. Ein gewisser Monsieur de Villayer gründete einen Postdienst, bei dem der Absender das Porto im Voraus bezahlte und eine Quittung an den Brief angeklebt wurde. Sobald die Sendung zugestellt war, wurde die Quittung entfernt und vernichtet, vermutlich um weiteren Missbrauch zu verhindern. Es sind keine Kopien dieser Quittungen bekannt. Die abgebildete Penny Black gilt als die erste Briefmarke. Der Engländer Rowland Hill erfand diese gummierte Quittung, die man im Voraus kaufen, auf einen Brief kleben und durch Überstempeln mit Tinte unbrauchbar machen konnte. Doch auch andere hatten bereits ähnliche Ideen. 1823 entwarf der Schwede Treffen von Berg eine Versandmethode mit speziellen Umschlägen und schwer zu kopierenden Briefmarken. Die schwedische Post hielt seine Idee für absurd, und sie wurde nie umgesetzt. 1836 hatte der Österreicher Laurenz Kosir die Idee, die Vorauszahlung für Postsendungen durch den Kauf einzelner Briefmarken zu regeln. Auch seine Idee wurde nicht aufgegriffen. Probedrucke von Briefmarken In Schottland fertigte James Chalmers Probedrucke von Briefmarken an (siehe oben). Sein Sohn behauptete später, Rowland Hill habe die Idee für eine selbstklebende Briefmarke von Chalmers gestohlen. (Besuchen Sie die Website in den kommenden Wochen für die nächste Folge.)

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