Die Geschichte des Briefmarkensammelns Teil 20 – Das Aufkommen von Schaubek

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Ende der 1970er-Jahre erschien in der niederländischen Zeitschrift „Philatelie“ eine faszinierende Artikelserie von K. Kouwenberg zur Geschichte des Briefmarkensammelns. Diese Serie inspirierte Rob Smit, den Inhaber von PostBeeld, die Geschichte des Briefmarkensammelns in Fortsetzungen neu zu schreiben. Dies ist Teil 20 – Gustav Wuttig und Gustav Bauschke. http://www.postzegelblog.nl/wordpress/wp-content/uploads/2016/01/1878schaubek-100×100.jpg The name Gustav Bauschke still comes up today in philatelic circles. However, mostly when the letters of his surname are rearranged to form the name Schaubek. How that came about and what role Gustav Wuttig played is covered in this episode. Gustav Wuttig war ein deutscher Buchhändler, der auch mit Briefmarken handelte. Ihm gehörte das „Literarische Museum“, das in Wirklichkeit kein Museum, sondern eine bekannte Buchhandlung, ein Verlag und eine Leihbibliothek in Leipzig war. Er gab ein Briefmarkenalbum und einen Briefmarkenkatalog heraus – letzterer eine Fortsetzung des in Teil 17 dieser Reihe beschriebenen Katalogs von Zschiesche und Köder. 1864, als Wuttig Mitte 50 war, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, und er beschloss, das Literarische Museum an Gustav Bauschke zu verkaufen. Gustav Bauschke erscheint etwas rätselhaft. Er wurde 1840 geboren und starb 1879. Somit war Bauschke erst 24 Jahre alt, als er Wuttigs Geschäft übernahm. 1867 verschwand Bauschke plötzlich von der Bildfläche. Was geschah, ist unklar; möglicherweise widmete er sich anderen Dingen oder wurde zum Verschwinden gezwungen. In dieser Zeit übernahm Julius Kümmel die Leitung des Unternehmens. Kümmel wanderte 1875 nach Amerika aus, war aber bereits 1869 in Wuttigs Geschäft tätig gewesen. Bauschke kehrte zurück und übernahm die Leitung des Literarischen Museums. Offenbar hatte etwas seinen Ruf geschädigt, denn 1870 veröffentlichte das Unternehmen unter dem Namen Schaubek – einer Umstellung seines Nachnamens – eine neue Fachzeitschrift und ein großformatiges Briefmarkenalbum. Die Schaubek-Alben erlangten in der Philatelie einen hervorragenden Ruf und werden bis heute verlegt.
Alfred Moschkau
Klicken Sie hier für eine kurze Geschichte der Schaubek-Website. Bauschke war sicherlich nicht allein für die Informationen in seinen Alben verantwortlich. Die damals bekannten Sammler Th. Claudius, Dr. Joseph, S. F. Friedman und Alfred Moschkau unterstützten ihn tatkräftig. Mitte der 1870er-Jahre geriet Bauschke, auch aufgrund einer psychischen Erkrankung, in Schwierigkeiten und kam mit dem Gesetz in Konflikt. 1876 verkaufte er sein Geschäft für 10,500 Goldmark an die Brüder Senf, deren Geschäftssinn dem Unternehmen zu neuem Aufschwung verhalf. Bauschkes Gesundheitszustand verschlechterte sich weiter, und er wurde in Schloss Colditz, damals ein Sanatorium, eingeliefert, wo er 1879 starb.

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