Geschichte des Briefmarkensammelns Teil 32 – Sammlervereinigungen
Ende der 1970er-Jahre erschien in der niederländischen Zeitschrift „Philatelie“ eine faszinierende Artikelserie von K. Kouwenberg zur Geschichte des Briefmarkensammelns. Diese Serie inspirierte Rob Smit, den Inhaber von PostBeeld, die Geschichte des Briefmarkensammelns in mehreren Teilen neu zu schreiben. Dies ist Teil 32 – Sammlervereinigungen.
Wie bereits in Teil 31 erwähnt, war es nicht einfach, einen Verein für Briefmarkensammler zu gründen. Dennoch bestand weiterhin das Bedürfnis nach einer Plattform für Philatelisten, um sich auszutauschen, ihre Ansichten und Erfahrungen zu teilen und natürlich auch Briefmarken zu tauschen. 1868 wurde auf der anderen Seite des Atlantiks in New York ein erfolgreicher Versuch unternommen, eine solche Organisation zu gründen. Die „New York Philatelic Society“ wurde dort im März 1868 gegründet. Von Anfang an gab der Verein die monatliche Zeitschrift „The American Journal of Philately“ heraus.
In 1869 the “Süddeutscher Philatelisten Verein” (South German Philatelists’ Society) was founded in Heidelberg, also with its own magazine called “Bazar für Briefmarken-Sammler” (Market for the Stamp Collector).
In England wurde am 10. April 1869 in London die „Philatelic Society“ gegründet. Diese Vereinigung besteht bis heute, mittlerweile unter dem Dach der „Royal Philatelic Society“, und gilt als eine der aktivsten und angesehensten philatelistischen Vereinigungen weltweit. Berichte dieser Vereinigung sind oft aufschlussreich. Auf der Sitzung der Philatelic Society am 13. November 1869 hatte Edward Pemberton (siehe auch Geschichte des Briefmarkensammelns, Teil 13) einen Brief von Paris nach Birmingham geschickt, der mit zwei ungezähnten 80-Cent-Marken von 1863 mit Lorbeerkopf – der sogenannten Rothschildt-Ausgabe – frankiert war. Frederick Philbrick zeigte einen Brief von Oscar Berger-Levrault mit einer 10-Cent-Marke mit dem St.-Louis-Bären-Motiv, abgestempelt am 18. Dezember 1845, während der Sekretär (W. Dudley Atlee) einen Brief von New York nach London mit einer 3-Cent-Marke der United States City Despatch Post vorzeigte.
Solche seltenen Stücke, deren Wert heute beträchtlich ist, wurden damals einfach mitgebracht, um sie anderen Mitgliedern der Gesellschaft zu zeigen.

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