Das Amerikanische Jugendrotkreuz

Briefmarken Erster Weltkrieg Zweiter-Weltkrieg
Beim Durchsehen eines Briefkastens fiel mir ein bestimmter Gegenstand ins Auge. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen gefalteten Brief an das Amerikanische Jugendrotkreuz in Washington handelte. Absenderin war Joke de Rijck aus Afferden in Limburg, geschrieben in einer deutlichen Kinderhandschrift. Meine Neugier war geweckt! Was war das Amerikanische Jugendrotkreuz? Das Internet lieferte die Antwort. Es wurde nach einer Spende von sechs Kindern gegründet, die 1884 Geld für das damals drei Jahre bestehende Rote Kreuz gesammelt hatten. Schüler beteiligten sich 1898 an Spendenaktionen für die Opfer des Spanisch-Amerikanischen Krieges. Doch während des Ersten Weltkriegs erlebte die Organisation ihren Durchbruch. Schulmaterialien und andere Kleinigkeiten wurden in Pakete an Schüler in Übersee verschickt. Dabei kam eine enorme Summe zusammen – 3.677.380 Dollar während des Krieges! Während des Zweiten Weltkriegs zählte die Organisation fast 20 Millionen Mitglieder. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verschickte die Organisation weiterhin Pakete mit Material. In jedem Paket befand sich ein Faltblatt, auf dem die teilnehmende Schule ihren Namen und ihre Adresse eintragen konnte. Neben dem Namen der Lehrkraft konnten auch Schüler, die beim Packen geholfen hatten, ihren Namen angeben. Ich weiß nicht genau, wie es dazu kam. Fakt ist aber, dass Joke de Rijck ein Paket mit Artikeln aus Amerika erhielt. Sie schrieb eine Nachricht in den Beipackzettel, die von jemandem ins Englische übersetzt wurde. Zunächst fielen mir die Briefmarke und der Poststempel ins Auge, aber der Inhalt des Briefes war für mich viel interessanter.

Fortgesetzt werden?

Die Familie De Rijck bestand aus Vater, Mutter und acht Kindern. Ich konnte die Adresse nicht mehr finden. B283 war die Grundstücksnummer, aber wo genau lag das in Afferden? Vielleicht in der Dorpsstraat oder einer Seitenstraße? Oder war es ein Bauernhof? Gibt es eine Fortsetzung dieser Geschichte? Ich bin neugierig!

9 Kommentare

  1. Toller Artikel! B283 ist wahrscheinlich die Bezeichnung aus der Zeit, bevor Straßennamen weit verbreitet waren. Üblicherweise verwendete man im Zentrum der Gemeinde A-Nummern und in den umliegenden Stadtteilen B-, C- usw. Um die entsprechende Adresse zu finden, können Sie Informationen im Gemeindearchiv anfordern, das sich vermutlich im Regionalarchiv in Nijmegen befindet. Viel Erfolg!

  2. Das Regionalarchiv Nijmegen ist Afferden in Gelderland und daher falsch. Bei Fragen oder für weitere Informationen zu Afferden Limburg wenden Sie sich bitte an die Gemeinde Bergen über das Kundenservicezentrum unter der Telefonnummer (0485) 34 83 83 oder per E-Mail an die angegebene Adresse. info@bergen.nl oder besuchen Sie das Rathaus, Raadhuisstraat 2 in Nieuw Bergen.

  3. Hallo hier ist Joke de Rijck, ich war sehr
    Ich war überrascht, als ich diese E-Mail erhielt. Wie ist es möglich, dass mir das passiert?
    Ich kann mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, was in dem Paket war. Mein Bruder dachte, er hätte ein Sie bekommen. Ich sagte sofort, dass es definitiv von mir sei; das war urkomisch.
    Meine Handschrift ist unverändert. Ich möchte dies im Dorfblatt veröffentlichen. Mit freundlichen Grüßen, Joke de Rijck

  4. Hallo Joke. Das ist ja eine Überraschung! Damit hatte ich nicht gerechnet. Wie lautete denn deine damalige Adresse? Ich kenne Afferden selbst recht gut, da wir früher in Malden gewohnt haben und oft mit dem Fahrrad Richtung Nordlimburg gefahren sind. Wunderschöne Natur! Wohnst du noch in Afferden?
    Grüße von Cees

  5. Hallo Cees, wie schön, dass du so schnell geantwortet hast. Damals wohnte ich in Hausnummer B283, in der Nähe der Heijense-Mühle. Heute ist es Hengoland 7. Und ich habe am 21. Mai 1957 geheiratet.
    Und ich wohne jetzt in Heijen. Nun stellt sich die Frage: Wie sind Sie in den Besitz dieses Briefes gelangt? Ist er in den Niederlanden geblieben oder stammt er aus Amerika?
    Es ist etwas ganz Besonderes.
    Viele Grüße, Joke

  6. Hallo Joke. Ich kenne die Adresse. Dort befindet sich jetzt eine Osteopathiepraxis. Ein wunderschönes Bauernhaus! Und natürlich kennen wir auch die Gerardamolen. Der Brief kam aus den USA zurück zu einem Händler, und ich habe ihn vor ein paar Jahren gekauft. Manchmal sieht man sie auch bei amerikanischen Verkäufern auf eBay. So gelangen sie zurück in die Niederlande!
    Grüße von Cees

  7. Für Cees Janssen:
    Sehr geehrter Herr Janssen, ich bin der Redakteur der Dorfzeitung „Hèjs Nèjs“, die monatlich in Heijen erscheint. Joke de Rijck bat uns, einen Artikel über die Entdeckung des Briefes an das Amerikanische Rote Kreuz zu schreiben, und wir haben sie gestern Abend besucht. Dabei sind uns einige Fragen gekommen, bei denen Sie uns vielleicht weiterhelfen können. Würden Sie mich bitte per E-Mail kontaktieren?
    Vielen Dank im Voraus.
    Marjo Boekhorst

  8. Die Geschichte erschien in der Dorfzeitung vom April; sie war sehr schön. Viele Grüße, Joke Rijck

Hinterlasse einen Kommentar

Der Zeitpunkt, zu dem Ihre Antwort sichtbar wird, kann je nach Sprache variieren und bis zu 24 Stunden dauern.

Gastbeitrag