Grönland eingehender erforscht
Als Reaktion auf den Artikel „Wie grün ist Grönland?“ äußerte sich Toon zu Thule. Dabei verweist er auf eine Website über diese Briefmarken. Nach einigen allgemeinen Informationen verweist die Website jedoch lediglich auf die Kataloge von Michel und Yvert. Für Sammler, die mehr über skandinavische Briefmarken erfahren möchten, ist der Facit-Katalog hingegen ein wahrer Glücksfall.
Die fünf Briefmarken wurden am 10. August 1935 herausgegeben. Sie wurden von K. Kyhn entworfen und von H. H. Thiele gestochen. Der Druck erfolgte im Buchdruckverfahren. Anlass war das 25-jährige Bestehen der Stiftung. Knud RasmussenPolarforscher und Schriftsteller, der die Mission und den Handelsposten Thule auf Kap York an der Nordwestküste Grönlands.
Die 10-Öre-Briefmarke zeigt den Polarforscher Knud Easmussen, geboren am 7. Juni 1879 in Jacobshavn, Grönland, als Sohn des Missionars Cristian Rasmussen. Von Thule aus unternahm er sieben Polarexpeditionen, von 1912 (zum Danmarkfjord) bis 1932/33 (zum Scoresbysund im Osten Grönlands). Er starb am 21. Dezember 1933. Die 15-Öre-Briefmarke zeigt die dänische Flagge mit dem Schiff „Danneborg“ und dem Berg Thulefjeld im Hintergrund bei Sonnenuntergang. Auf der 30-Öre-Briefmarke sind zwei Walrosse abgebildet. Kap York ist auf der 45-Öre-Briefmarke zu sehen, während die Kirche von Thule den Thulefjeld mit dem Thulefjeld im Hintergrund zeigt.
Bis auf eine tragen alle Briefmarken die Jahreszahlen 1910–1935. Die Jahreszahl 1936 findet sich zweimal auf der 45-Öre-Marke. Dies lässt sich erklären, da die 10-, 15-, 25- und 30-Öre-Marken am 10. August 1935 und die 25-Öre-Marke am 10. August 1936 herausgegeben wurden. Die Auflage betrug tatsächlich 250.000 Stück, von denen viele ungebraucht an Sammler verkauft wurden. Entwertete Marken mit den Daten 7. Juli 1937 und 23. Juli 1937 stammen von Bögen, die auf Antrag entwertet wurden und daher nicht für den Postversand verwendet wurden. Auch von diesen wurden große Mengen an Sammler verkauft. Die Marken verloren am 1. August 1937 ihre Gültigkeit, als die Grönländische Post die Thule-Region übernahm. Doch welche Briefmarken waren außerhalb der Thule-Region in Grönland selbst im Umlauf? Ab 1905 waren sogenannte Paketmarken im Umlauf. Diese wurden von der „Royal Greenland Trade“ mit Sitz in Kopenhagen herausgegeben. Die Paketmarken erschienen nur in kleinen Auflagen und sind bei Sammlern sehr begehrt. Sie wurden zunächst im Buchdruckverfahren, später im Offsetdruck hergestellt und in Bögen zu 25 Stück gedruckt.
Die Paketmarken zeigten das Wappen Grönlands: den stehenden Bären. Sie wurden in den Werten 1, 2, 5, 10, 15, 20 und 70 Øre sowie 1 und 3 Kronen ausgegeben. Ihre Gültigkeit betrug bis einschließlich 1938.
Die offizielle Ausgabe grönländischer Briefmarken begann am 1. Dezember 1938. Damals waren sie über die Post in Kopenhagen erhältlich. Die Motive waren König Christian X Dänisch in Generalsuniform und einem Eisbären. Aber auf Grönland selbst waren sie bereits früher verfügbar, ab dem 18. November 1938 in Holsteinsborg Kultdigssat, am 20. November in Frederikshaab Sukkertoppen, am 21. November in Godthaab, am 23. November in Rittenbenk, am 25. November in Julianehaab, am 27. November in Ivigtut und am 29. November in Efedesminde.
Die Postämter in Cristianshaab und Godhavn verkauften die Briefmarken ab dem 1. Dezember 1938, in Marmorikk ab dem 13. Dezember 1938. Thule erhielt die Briefmarken erst ab dem 1. Januar 1940. Eine großartige Gelegenheit für Sammler, ihre frühesten Stempelabdrücke aus all diesen und noch vielen weiteren Orten Grönlands zu finden. Diese Stempel sind deutlich seltener als die speziell für Sammler eingerichteten Stempel des „Grønlands Postkontor København K“. Schon damals waren sie selten. Ein guter Briefmarkenkatalog liefert daher viele Informationen und ermöglicht es Sammlern, ihr Hobby intensiver zu genießen.

Hallo.
Ich besitze viele alte dänische Briefmarken. Darunter sind auch vier dieser 10-Erz-Bündelmarken, die ohne Stempel zusammenkleben. Eine 1-Krone-Marke ist gestempelt. Können Sie mir bitte sagen, wie viel diese ungefähr wert sind? Mit freundlichen Grüßen, Heidi