Ausgefallene Briefmarken sind keine neue Erfindung.

Weltweit beobachten wir, dass Postdienste ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Briefmarken in allen möglichen Formen und – im wahrsten Sinne des Wortes – Geschmacksrichtungen herausgeben. Dies dient vor allem dazu, Sammler zu ermutigen, diese Sonderausgaben in ihre Sammlungen aufzunehmen.
Wir haben bereits Stempel in dreidimensionaler Form, in Form von Schallplatten (die man tatsächlich abspielen kann), mit Duft und Geschmack, aus Holz, Blattgold, bestickt und aus allerlei anderen Materialien. Aber ist das wirklich so neu?

Vor fast 67 Jahren, am 24. Oktober 1958, erschien in Polen eine Briefmarke anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Polnischen Post. Die 2.50-Złoty-Marke war schwarz auf farbigem, geriffeltem Papier mit Wasserzeichen gedruckt. Zum Jubiläum veröffentlichte die Polnische Post ein illustriertes Buch. Ein Blatt mit derselben Marke, nur etwas größer, war vorne eingeklebt. Das war die erste Besonderheit. Von der regulären Marke wurden 1,405,033 Exemplare verkauft, vom Buch 30,240. Doch damit nicht genug! Am 12. Dezember 1958 überraschte die Polnische Post alle. Dieselbe Marke wurde neu aufgelegt, diesmal im Wert von 50 Złoty. Die Farbe wurde in Blauschwarz geändert und das Briefmarkenpapier durch Seide ersetzt! Trotz des relativ hohen Wertes wurden 167,810 dieser Seidenmarken verkauft. Eine beachtliche Menge! Dieser Briefmarkenblock ist bei Sammlern thematischer Briefmarken mit Schwerpunkt auf Pferden, Transportmitteln oder Jubiläen sehr begehrt.


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