Ein Esel stolpert…

Ein bekanntes Sprichwort besagt: Ein Esel stolpert nicht zweimal über denselben Stein. Und dreimal? Natürlich nicht! Oder etwa doch? Bei Poststempeln trat derselbe Fehler dreimal hintereinander auf. Die Abkürzung „Gld.“ für die Provinz Gelderland in den Poststempeln sorgte mitunter für Probleme. Bei der Briefmarkenherstellung muss alles spiegelverkehrt erfolgen. Ein Fehler kann leicht passieren, wenn der Buchstabe „d“ auf der Briefmarke abgebildet werden soll und man stattdessen den Buchstaben „b“ verwendet, der spiegelverkehrt wie ein „d“ aussieht. Im Briefmarkenabdruck wird aus diesem Buchstaben dann ein „b“. Dies geschah erstmals bei der Briefmarke für Loenen op de Veluwe, die im November 1940 hergestellt wurde. Offenbar bemerkte niemand den Fehler, denn die Briefmarke blieb bis zum 23. März 1950 im Gebrauch. Das zweite Mal, dass etwas schiefging, war bei der Briefmarke für Nijkerkerveen im Jahr 1948. Auch hier wurde der Buchstabe b anstelle des Buchstabens d verwendet. Diese Briefmarke blieb bis einschließlich 6. Oktober 1969 in Gebrauch. Beim dritten Mal gab es ein Problem mit der Briefmarke für Bruchem. Diese Briefmarke war bis einschließlich 9. August 1979 gültig. Es ist ein Rätsel, dass das niemandem aufgefallen ist!

1 Reaktion

  1. Es ist in der Tat bemerkenswert, dass dies nie zuvor aufgefallen ist, oder besser gesagt, dass sich niemand die Mühe gemacht hat, sie früher zurückzugeben. Und dabei waren die Provinzbezeichnungen streng genommen gar nicht nötig. Zumindest in der Zeit des großen Kreissystems war es üblich, die Provinzbezeichnung nur dann hinter einem Ortsnamen anzugeben, wenn es mehrere Orte mit (praktisch) demselben Namen gab. Später wurden die Provinzen für eine gewisse Zeit standardmäßig angegeben. In einer Zeit, als es noch keine Postleitzahlen gab, war es durchaus praktisch zu wissen, dass Bruchem beispielsweise in Gelderland liegt.

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