Eine britische Briefmarkendesignerin, Marjorie Saynor
Die britische Briefmarkendesignerin Marjorie Saynor wurde in der englischen Grafschaft Yorkshire geboren, verbrachte ihre Kindheit aber in Kanada. Sie liebte die kalten Winter, besonders Schnee und Eis. Sie war eine hervorragende Schlittschuhläuferin und Rodlerin. Dennoch kehrte sie nach England zurück. In Hull besuchte sie die School of Art & Design und studierte anschließend am Royal College of Art in London. Nach ihrem Studium unterrichtete sie an zwei Schulen und arbeitete weiterhin als Künstlerin.Während ihres Studiums am Royal College of Art lernte sie Alan Keeler kennen, einen Kommilitonen, der Grafikdesign studierte. Sie heiratete ihn, und während ihrer Ehe fand sie nur selten Zeit zum Entwerfen. Sie verbrachte viel Zeit mit Lesen, Nähen, Treffen mit Freunden und Fotografieren. Gelegentlich griff sie jedoch zu Stift oder Pinsel und malte, vorwiegend Landschaften, Porträts und Blumen.
Vermutlich aufgrund der von Marjorie geschaffenen und gut aufgenommenen Porträts erhielt sie 1970 den Auftrag, gemeinsam mit dem Designer Fritz Wegner, der für drei weitere Briefmarken verantwortlich war, zwei Briefmarken zu entwerfen. Fakten und Ereignisse aus der Geschichte.
1972 folgte der zweite Auftrag, bei dem britische Polarforscher das Thema waren.
Ein Jahr später, 1973, entwarf sie eine Briefmarkenserie mit Abbildungen britischer Forscher.
Die letzte von ihr gestaltete Serie erschien 1982 und war eindeutig von Porträts geprägt. Berühmte Seefahrer und Persönlichkeiten, die eng mit der Seefahrt verbunden waren, wurden porträtiert. Im Hintergrund waren Bilder von Schiffen aus ihrer Zeit zu sehen. Ich persönlich verfolge immer wieder gerne die Entwicklung, wie ein Designer seinen Stil über die Jahre hinweg den jeweiligen Zeitumständen anpasst. Marjorie Saynor hat dies über zwölf Jahre hinweg wunderbar veranschaulicht.


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