Libelle, ein geheimnisvolles, wunderschönes Geschöpf
Schon als Kind war ich von Libellen fasziniert. In meinem Heimatdorf gab es einen Wald mit mehreren Teichen, die von Farnen und Schilf überwuchert waren. Im Frühling und Sommer ging ich oft dorthin, um die wunderschönen Farben der Libellen verschiedener Arten zu bewundern. Inzwischen ist der Wald ein Park geworden, und die Teiche wurden gereinigt und vom Schilf befreit.
Als Briefmarkensammler sieht man unzählige Insekten auf Briefmarken. Fast alle Länder der Welt hatten Insekten irgendwann einmal als Motiv. Und es gibt auch etliche Sammler, die sich auf das Sammeln von Insekten spezialisiert haben.
Deshalb fand ich es wunderbar, dass am 5. November 2003 in Indonesien ein Briefmarkenheftchen erschien, dessen Titelseite ein Bild mehrerer Insekten, darunter eines, zeigte. VerleumdungDer Händler, von dem ich das Heftchen gekauft habe, sagte mir, dass ein Block und eine Serie loser Briefmarken zu dem Heftchen gehörten! Er musste nicht lange auf meine Antwort warten, denn ich kaufte alle drei Versionen der Briefmarke mit der Libelle.
Zunächst zum Inhalt des Büchleins. Wie auf dem Umschlag angegeben, widmete es sich der Flora und Fauna. Ich fand zwei Blätter darin: eines mit einer Reihe von Blumen und eines mit einer Reihe von Insekten. Oben links war die Libelle (Orthetrum testaceum), auch Segellibelle genannt, abgebildet. Sie saß auf einem Pflanzenblatt.
Es stellte sich heraus, dass das Magazin auch auf der Rückseite des Covers abgebildet war. Der Designer hatte also eine Kombination aus Vorder- und Rückseitenbild geschaffen.
Diese beiden zusammen: die Briefmarke im Heftchen. Und nun der Stempelblock.
Diese Ausgabe enthielt ebenfalls eine Briefmarke mit der besagten Libelle auf dem Pflanzenblatt. Ihr Nennwert war jedoch auf 3000 Rupiah verdoppelt worden. Die Farben der Libelle waren allerdings deutlich leuchtender als auf der Briefmarke im Heft.
Der Unterschied ist deutlich sichtbar, besonders wenn man die beiden nebeneinander stellt.
Der Unterschied wird noch deutlicher, wenn man die Briefmarke vom großen Bogen danebenlegt. Der große Bogen enthielt übrigens alle zwölf Briefmarken des Heftchens, in zwei horizontalen Reihen zu je sechs. Sie sind also ganz anders gruppiert als die Briefmarken im Heftchen. Schauen Sie sich einfach das folgende Beispiel an.
Es gibt also unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Wie weit sollten wir unsere Sammlung ausdehnen? Beinhaltet das Kapitel Libellen in einer Insektensammlung nur die Einzelmarke? Oder auch einen Block mit dem anderen Wert? Das gesamte Briefmarkenheftchen? Oder nur den Bogen aus dem Heftchen? Oder die Einzelmarke aus dem Heftchen? Und auch Kombinationen aus dem Heftchen und dem großen Bogen? Wie weit sollten wir gehen? Jedenfalls habe ich seitdem keine Libelle mehr am Teich im Wald nahe meines ehemaligen Dorfes gesehen…

Das Schöne daran ist, dass jeder selbst entscheiden kann, wie weit er geht. Im Jugendclub sage ich immer: Nichts ist Pflicht, alles ist erlaubt. Und wer wunderschöne Libellen in freier Wildbahn sehen möchte: Kommt nach De Horsten in Wassenaar! (Dort gibt es übrigens auch Pilze, Eisvögel und andere Naturschönheiten zu entdecken.)
Insekten auf Briefmarken finde ich ganz nett, aber im Schlafzimmer ist das eine andere Geschichte 🙂
Ich finde Gottesanbeterinnen viel spannender. Du erinnerst dich doch sicher noch, dass die Männchen nach der Paarung von den Weibchen gefressen werden, oder?