Salzburger Dom

amadeus-mozart Österreich Geschichte
Der Salzburger Dom ist die Kathedrale des Erzbischofs von Salzburg in Österreich. Die heute am Residenzplatz zu sehende Kathedrale ist nicht die erste Kirche an diesem Ort. Die Geschichte des Salzburger Doms reicht bis ins Jahr 774 zurück, als die erste Basilika fertiggestellt wurde. Ein Brand im Jahr 1127, der während des Glockengusses ausbrach, zerstörte einen Großteil der Stadt. Auch die zweite Kirche fiel einem Brand zum Opfer. Dies geschah 1167 auf Befehl von Kaiser Barbarossa. Bei einem Brand im Jahr 1312 war die Hitze so stark, dass die Kirchenglocken schmolzen. Die Kirche wurde daraufhin zum vierten Mal wiederaufgebaut. Diese romanische Kathedrale brannte jedoch 1598 vollständig nieder und wurde 1611 durch die heutige Barockkirche ersetzt, die 1628 fertiggestellt wurde. Die Kirche wurde von Fürsterzbischof Wolf Dietrich in Auftrag gegeben und von Vincenzo Scamozzi und Santino Solari entworfen. Der Bau begann jedoch erst unter Fürsterzbischof Marcus Sitticus. Die Kathedrale ist den Missionaren Rupert und Virgil geweiht. Die 71 Meter hohe Kuppel wurde am 16. Oktober 1944 im Zweiten Weltkrieg von einer Fliegerbombe getroffen und stürzte ein. Nach dem Krieg begann die Restaurierung der Kathedrale.

Eine Möglichkeit, die für die Restaurierung benötigten Mittel aufzubringen, war die Ausgabe einer Serie von Aufschlagmarken. Eine Serie von acht Marken erschien am 6. August 1948. Entworfen wurden die Marken von S. Jahn. Die Entwürfe wurden von verschiedenen Radierern für den Tiefdruck entwickelt. Die 1-Schilling-Marke zeigt den Dom im Stadtzentrum mit einer Ansicht der Festung Hohensalzburg aus dem Jahr 1077 darüber.

Das älteste Gebäude Salzburgs ist das Benediktinerabtei Stift Sankt Peter, gegründet im Jahr 696. Ein Teil des Klosters ist auf der Briefmarke „60 Großchen“ abgebildet. Die Kuppel des Klosters wurde erst viel später, im Jahr 1622, erbaut und 1757 erhöht. Links von der Kuppel ist der Turm der spätgotischen St.-Margareten-Kapelle zu sehen. Am Horizont der Briefmarke ist eine weitere Kuppel erkennbar. Diese gehört zur Universitätskirche und wurde zwischen 1694 und 1707 errichtet.

Die Salzburger Domarchitektur aus verschiedenen Perspektiven ist auf den Briefmarken zu 30 und 50 Großchen abgebildet. Die 30-Großchen-Marke zeigt den Residenzbrunnen, der zwischen 1656 und 1661 im Auftrag von Bischof Guidobald Thun erbaut wurde. Der 15 Meter hohe Brunnen ist der größte Barockbrunnen nördlich der Alpen. Die 50-Großchen-Marke zeigt den Kapitelplatz, wo sich ebenfalls ein Brunnen befindet.

Die barocke Fassade des Doms erstreckt sich über drei Stockwerke und ist im oberen Bereich mit dorischen, ionischen und korinthischen Säulen verziert. Auf der Balustrade des ersten Stockwerks befinden sich Statuen der vier Evangelisten. Davor steht eine Marienstatue. Diese wurde zwischen 1766 und 1771 von den Brüdern Hagenauer geschaffen. Vor dem Dom liegt der Domplatz, ein imposanter, von Säulengängen umgebener Platz. Erzbischof Guidobald Thun beauftragte um 1660 Giovanni Antonio Dario mit dem Bau der Domsäulen. Die Fassade und die Marienstatue sind auf der 40-Großchen-Briefmarke abgebildet.

Der Dom ist 122 Meter lang, 48 Meter breit und 32 Meter hoch. Sein Inneres ist reich mit Marmor, Stuck und Fresken verziert. Zu den Schätzen des Salzburger Doms zählt neben dem Zinntaufbecken, in dem Wolfgang Amadeus Mozart getauft wurde, die prächtige Hauptorgel. Als Hoforganist und Konzertmeister komponierte Mozart Kirchenmusik für Salzburg und den Dom. Der Hauptaltar bildet das Herzstück des Doms.

Die Pacher-Madonna ist auf der Briefmarke zu 1 Schilling und 40 Großchen abgebildet. Die Statue wurde von Michael Pacher entworfen und kurz vor seinem Tod im Jahr 1498 fertiggestellt. Sie steht in der Franziskanerkirche in Salzburg.

Auf der 20-Großchen-Briefmarke ist einer der Heiligen, der heilige Rupert, abgebildet. Er war der Gründer Salzburgs und der erste Bischof der Stadt. Er gab der Stadt auch ihren Namen, der auf den dortigen Salzabbau zurückgeht.

Neben den in österreichischen Postämtern erhältlichen Briefmarkenserien verkaufte ein Souvenirladen in Salzburg auch Serien, die auf kartonartiges Papier geklebt und mit der Salzburger Briefmarke versehen waren. Der Aufpreis ging an den Restaurierungsfonds, der Rest an den Verkäufer. Er hatte die Serien für je 7,80 Schilling erworben und verkaufte den Bogen mit den aufgeklebten Marken für 10 Schilling. Touristen und Sammler kauften die Marken gleichermaßen gern. Nicht etwa wegen der Restaurierung, sondern weil es sich um wunderschön gestaltete Marken mit klaren, bekannten Motiven handelte! Österreichische Briefmarken sind daher begehrte Sammlerstücke.
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