Von Do.X
De Do.X Es war einst das größte Flugzeug der Welt. Der Bau dieses gigantischen Flugzeugs begann 1924. Es konnte ausschließlich vom Wasser aus starten und landen. Das Flugboot absolvierte seinen Erstflug am 13. Juli 1929 vom Bodensee aus. Der Rumpf war in drei Decks unterteilt: Das Oberdeck beherbergte die Piloten und die übrige Besatzung, darunter den Bordingenieur und den Funker. Das Mitteldeck war für Passagiere und Fracht vorgesehen, und das Unterdeck diente als Treibstofftank. Zwölf wassergekühlte Siemens-Zwölfzylindermotoren (je 391 kW) waren in sechs großen Gondeln auf dem riesigen Flügel untergebracht. Jede Gondel beherbergte zwei Motoren mit einem Schubpropeller. Die Maschine konnte insgesamt 170 Personen befördern (davon 150 Passagiere). Dornier baute drei Flugzeuge, von denen zwei nach Italien geliefert wurden. Die erste Landung im Hafen von New York im Jahr 1931 war das Ereignis des Jahres für die Stadt.
Eine Dornier Do-X unternahm eine dreijährige Weltreise. Am 5. November 1930 startete die Do-X zu einem Langstreckenflug von Europa über Afrika nach Süd- und Nordamerika. Von dort flog das Flugboot im Mai 1932 zurück nach Berlin und legte dabei eine Strecke von 45.000 Kilometern zurück. Während dieser Weltreise Paramaribobesuchte die Hauptstadt von Suriname.
Die PTT beschloss anlässlich des Besuchs des D.X. in Paramaribo, die bestehende Serie surinamer Luftpostmarken neu aufzulegen. Nur mit einer oder mehreren Marken dieser Serie frankierte Sendungen sollten nach New York befördert werden. Die erste Ankündigung im *Nederlandsch Maandblad voor Philatelie* vom September 1931 ließ keinen Zweifel: „Unser Land hat sich von vielen anderen dadurch positiv hervorgetan, dass es sich nicht an dem törichten Brauch beteiligt hat, Sondermarken für irgendeinen Zeppelinbesuch herauszugeben. Doch nun hält man es in Suriname für nötig, dieses Defizit schnell auszugleichen, und zwar am besten gleich mit sieben Marken. Man kann sich kaum eine unnötigere Ausgabe vorstellen.“
Es wurden lediglich 4.200 vollständige Sets verkauft. Von der 10-Cent-Ausgabe wurden 5.272 Exemplare verkauft, die höchste Verkaufszahl.
Nur wenige Sammler haben das Glück, eine vollständige Serie in ihrem Album zu besitzen. Die mit dem Flugzeug beförderte Post wurde mit einer Sondermarke vom 18. August 1931 versehen. Lediglich 3.124 Poststücke wurden mit dem Anschlussflug befördert.
Es wurden Versuche unternommen, überdruckte Briefmarken aus dem Briefmarkenkatalog und den vorgedruckten Alben auszuschließen, diese blieben jedoch erfolglos. Daher wurden sie in den ersten NVPH-Katalog von 1934 aufgenommen. Eine vollständige, ungestempelte Serie hatte einen Katalogwert von 14 Gulden und 50 Cent.
Eine Briefmarkenserie in postfrischer Qualität ist im Katalog von 2008 für 1.000 € aufgeführt. Die surinamische Post profitierte damals nicht wesentlich davon. Zunächst entstanden ihr die Kosten für den Überdruck von 100.000 Briefmarken (je 15.000 Stück der 10- und 20-Cent-Marken, je 20.000 Stück der 15- und 40-Cent-Marken und je 10.000 Stück der drei anderen Nominalwerte).
Die unverkauften Exemplare wurden unmittelbar nach dem Abflug des Flugboots verbrannt: 66.943 Briefmarken, etwa 66 % der Gesamtauflage.
Boykott einer Briefmarkenausgabe? Ich habe diesen Begriff schon einmal gehört. Sie auch?
