Die Besetzung Belgiens im Ersten Weltkrieg (Beilage)
Der Briefumschlag wurde am 8. August 1917 gemäß deutscher Vorschriften einzeln frankiert und in Namur zensiert. Auffällig ist, dass der Landesname (FRANKREICH) im Abdruck der Haybes-Briefmarke erscheint. Deutsche Briefmarken mit dem Aufdruck „Belgien“ wurden in Frankreich verwendet. Weitere Details:
Der Aufdruck auf der 1-Mark-Briefmarke wurde in zwei Ausführungen hergestellt. Bei Ausführung I ist die Wertangabe tiefer als die stilisierten Blumen positioniert; bei Ausführung II befindet sie sich auf gleicher Höhe mit den Blumen. Ausführung I existiert zudem in zwei Perforationsvarianten: 14¼ x 14, die häufigste Perforation, und 14¾ x 14, die seltenste.
Die 6,25-Franc-Briefmarke wurde in zwei Ausführungen herausgegeben. Bei Ausführung I befindet sich der Buchstabe B für Belgien direkt unter der Ziffer 6 der Wertangabe; bei Ausführung II steht der Buchstabe B für Belgien weiter unterhalb des Buchstabens F für Franc. Ausführung II war ausschließlich am Philatelieschalter des Berliner Hauptpostamts erhältlich und konnte nicht bei der Generalregierung von Belgien erworben werden.
Die 6,25-Franc-Briefmarke war übrigens nicht in allen Postämtern der belgischen Generalregierung erhältlich. Sie wurde ausschließlich an den Schaltern der Postämter in Antwerpen, Mons, Brüssel 1, Lüttich und Namur verkauft. Wer die Marke in einem anderen Postamt erwerben wollte, musste sie zuvor in Brüssel bestellen und den Betrag im Voraus bezahlen.
Sowohl die Aufdruckserie von 1914 als auch die von 1916 waren zunächst für den Postverkehr im gesamten besetzten Gebiet Belgiens und Nordfrankreichs gültig, aber mit der Ausgabe der Aufdruckserie für das 'Etappengebied' am 1. Dezember 1916 wurden die beiden Serien für dieses Gebiet mit Wirkung vom 15. Dezember 1916 ungültig.
