Die belgische Besetzung von Malmedy
Zum Kanton Malmedy gehörten die Postämter von Amel (Amblève), Büllingen, Burg-Reuland, Bütgenbach, Eisenborn 1, Isenborn (Stadt), Ligneuville, Malmedy, Manderfeld, Montenau, Oudlier, Recht, Rocherath, Saint-Vith (Sankt-Vith), Schönberg, Sourbrodt (Surbot), Weismes (Waimes), Weywertz (Weywerce) und Xhoffraix. Auch das Postamt Losheim gehörte zum Kanton, wurde aber am 1. Oktober 1921 an Deutschland zurückverlegt.
Für diese Postämter wurde ab dem 20. März 1920 eine Serie von Briefmarken mit dem Aufdruck „Malmedy“ herausgegeben. Die Serie mit dem Aufdruck „Eupen & Malmedy“ und deutschen Werten wurde mit Wirkung vom 28. März 1920 für ungültig erklärt.
Die Serie umfasste wesentlich mehr Werte als die ursprüngliche Aufdruckserie. Für die niedrigen Werte wurden Briefmarken mit dem Bildnis von König Albert I. verwendet.
Die Briefmarken mit Abbildungen von Gebäuden wurden ebenfalls mit dem Aufdruck versehen.

Die Serie wurde durch Münzen im Wert von 1 Franken bis einschließlich 10 Franken mit verschiedenen Designs vervollständigt.
Auch Nachportomarken wurden in Betracht gezogen, und fünf Werte wurden mit dem Aufdruck versehen. Alle Aufdrucke wurden in der Briefmarkendruckerei in Mechelen angebracht. Die Marken mit dem Aufdruck „Malmedy“ konnten auch im Kanton Eupen verwendet werden. Die Serie verlor am 30. April 1931 ihre Gültigkeit für den Postversand. Anschließend wurden die allgemein in Belgien erhältlichen Briefmarken verwendet. Mit diesem Artikel ist die Zeit des Ersten Weltkriegs für Belgien aus philatelistischer Sicht abgeschlossen.

Cees, ein schöner historischer Überblick. Bravo!