Bargeld auf dem Dachboden!!
Wie schon im letzten Jahr um diese Zeit, tauchen immer wieder Schätze an den ungewöhnlichsten Orten auf. So wurde eine Sammlung seltener Briefmarken in alten Kirchenspendenumschlägen entdeckt, die in einer Zigarrenkiste auf dem Dachboden eines Hauses in den Cotswolds in England aufbewahrt wurden. Die 35 chinesischen Briefmarken waren ursprünglich 1882 von einem englischen Missionar in Shanghai erworben worden und blieben über 100 Jahre lang unentdeckt.
Das Konvolut galt als besonders wertvoll, da es einen ungeschnittenen Bogen mit neunzehn extrem seltenen „Candarin“-Briefmarken enthielt, die der englische Missionar für den täglichen Postgebrauch aufbewahrt hatte. Die eher unscheinbar wirkenden, ungebrauchten gelben Briefmarken, gedruckt auf sehr dünnem Papier, zeigen ein Drachenmotiv. In der Briefmarkenwelt sind sie als „5 Candarin Ocker“ bekannt.
Sie wurden zu einer Auktion in Winchcombe, Gloucestershire, geschickt, wo ihr Wert auf 800 bis 1,000 Pfund geschätzt wurde. Doch zur Überraschung des Besitzers und aller Anwesenden ersteigerte der internationale Briefmarkenhändler Allan Grant sie für die unglaubliche Summe von 79,000 Pfund. Grant hatte einen Tipp erhalten, dass die Briefmarken ein Vermögen wert sein könnten. Er hatte sich mit dem amerikanischen Briefmarkenhändler Laurence Gibson, dem Co-Vorsitzenden des Auktionshauses Daniel Kelleher Auctions in Connecticut, zusammengetan, um die Briefmarken zu ersteigern. Ihr Ziel war es, die Briefmarken anschließend in Hongkong zu verkaufen, wo sie ein größeres Interesse an alten chinesischen Briefmarken vermuteten. Gibson ist ein weltweit anerkannter Experte für chinesische Briefmarken und Präsident von Kelleher and Rogers Ltd., einem Auktionshaus mit Niederlassungen in Hongkong. Herr Gibson sagte: „Ich habe mich lange auf chinesische Briefmarken spezialisiert. Und dies ist mit Abstand der größte und einzigartigste Fund meines Lebens.“




