Schwarzes Erbe – Teil 4
Dies ist eine Fortsetzung der Artikelreihe über die US-amerikanische Briefmarkenserie „Black Heritage“. Ich empfehle Ihnen dringend, die Lebensgeschichten der in dieser Artikelreihe porträtierten Personen weiter zu erforschen.
Salem Poor wurde in Andover, Massachusetts, auf einer Farm von John und Rebecca Poor in die Sklaverei geboren. Er verbrachte seine frühen Jahre im Dienst der Familie und kaufte sich 1769 im Alter von 22 Jahren für 27 Pfund frei, was damals dem Jahresgehalt entsprach.
Salem Poor erlangte seinen Platz in der Geschichte während der Schlacht von Bunker Hill. Für seine Taten in dieser Schlacht erhielt er eine Auszeichnung, in der er als „tapferer und tapferer Soldat“ gepriesen wurde.

Die Schlacht von Bunker Hill fand zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges gegen England statt und gilt als entscheidender Wendepunkt für die amerikanischen Kolonien.

Whitney M. Young Jr. wurde am 31. Juli 1921 in Lincoln Ridge, Kentucky, geboren. Er war das mittlere von drei Kindern und hatte zwei Schwestern. Seine Mutter war Lehrerin, sein Vater Schulleiter des Lincoln Institute, einer Privatschule für Afroamerikaner. Er besuchte das Kentucky State Industrial College, arbeitete anschließend selbst als Lehrer und diente dann im Zweiten Weltkrieg im Ausland, wo er auch als Verbindungsmann zwischen schwarzen und weißen Soldaten fungierte.
Nach dem Krieg erwarb Young seinen Master in Sozialarbeit an der University of Minnesota. Anschließend arbeitete er einige Jahre für die Urban League of St. Paul, eine Organisation, die Afroamerikanern den Zugang zu ehemals nur Weißen vorbehaltenen Arbeitsplätzen ermöglichte. Er engagierte sich außerdem aktiv in der Bürgerrechtsbewegung.
Young wurde 1961 zum Geschäftsführer der National Urban League ernannt. Mit seinem Talent, die Unterstützung prominenter weißer Geschäftsleute zu gewinnen, war er maßgeblich daran beteiligt, die Liga vor dem finanziellen Ruin zu bewahren und gleichzeitig grundlegende Überarbeitungen der Organisationsstruktur vorzunehmen, wodurch Budget und Mitarbeiterzahl erheblich erhöht wurden.
Auf Youngs Drängen und trotz Bedenken einiger Förderer wurde die Liga Mitveranstalterin des historischen Marsches für Bürgerrechte auf Washington im Jahr 1963. Die Liga spielte auch eine wichtige Rolle bei der Integration von Mitarbeitern verschiedener großer Unternehmen im ganzen Land. Young wurde ein enger Berater des damaligen Präsidenten Lyndon B. Johnson. Bekannt wurde er durch seinen „Marshallplan für das Inland“, der die Politik des Präsidenten maßgeblich beeinflusst haben soll, und erhielt 1968 die Freiheitsmedaille des Präsidenten.

Der afroamerikanische Chirurg Charles Richard Drew (1904–1950) gilt als „Vater der Blutbanken“, da er in den frühen Kriegsjahren des Zweiten Weltkriegs maßgeblich an der Konzeption, Organisation und Leitung des ersten großangelegten Blutbankenprogramms der USA beteiligt war. Obwohl er vor allem für seine Arbeit im Bereich der Blutbanken bekannt ist, widmete Drew einen Großteil seiner Karriere der Verbesserung der medizinischen Ausbildung von Afroamerikanern an der Howard University in Washington, D.C., wo er eine Generation herausragender Chirurgen ausbildete und sich für den Abbau der durch die Rassentrennung verursachten Barrieren für schwarze Ärzte einsetzte. Tragischerweise starb Drew am 1. April 1950 in Burlington, North Carolina, an den Folgen eines Autounfalls auf dem Weg zu einer Konferenz.
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