Schwarzes Erbe – Teil 16

Briefmarken Theater
USA 2020

In unserem letzten Artikel der Reihe „Schwarzes Erbe“ blickten wir auf das Jahr 2019 zurück. Nun schreiben wir das Jahr 2023 und sehen die 46. Briefmarke der Reihe, herausgegeben vom US-amerikanischen Postdienst. Wir beginnen mit der Briefmarke von 2020, die Gwen Ifill (1955–2016) zeigt, eine amerikanische Journalistin, Fernsehmoderatorin und Autorin. 1999 moderierte sie als erste Afroamerikanerin die landesweit im US-Fernsehen ausgestrahlte Sendung „Washington Week in Review“.

USA 2021

August Wilson (1945–2005) war ein US-amerikanischer Dramatiker. Er gilt als der „Poet des afroamerikanischen Theaters“. Bekannt wurde er vor allem durch seine zehnteilige Theaterreihe „The Pittsburgh Cycle“, die die Erfahrungen und das Erbe der afroamerikanischen Gemeinschaft im 20. Jahrhundert schildert. Für zwei Stücke des Pittsburgh Cycle – „Fences“ und „The Piano Lesson“ – erhielt er den Pulitzer-Preis.

USA 2022Foto der Briefmarke mit freundlicher Genehmigung der USPS.

Edmonia Lewis (1844–1907) war die erste afroamerikanische und indigene Bildhauerin, die nationale und später internationale Bekanntheit erlangte. Ihr Werk ist dafür bekannt, Themen rund um Schwarze und indigene Völker Amerikas in neoklassizistische Skulpturen zu integrieren.

USA 2023

So kommen wir zur Briefmarke von 2023, die Ernest James Gaines (1933–2019) ehrt, einem amerikanischen Autor, dessen Werke in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden, darunter Chinesisch, Spanisch, Deutsch, Russisch und Französisch. Vier seiner Werke wurden verfilmt. Gaines’ achter Roman „A Lesson Before Dying“, erschienen 1993, wurde für den Pulitzer-Preis nominiert und mit dem National Book Critics Circle Award ausgezeichnet. Der Roman basiert auf der wahren Geschichte von Willie Francis, einem jungen Afroamerikaner, der 1946 in Louisiana einen missglückten Elektroanschlag überlebte.

Gastbeitrag