Schwarzes Erbe – Teil 13

Die Briefmarkenserie „Black Heritage“ der USPS aus dem Jahr 2010 widmete sich Oscar Micheaux. Er war Autor, Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent und schrieb, produzierte, inszenierte und vertrieb zwischen 1919 und 1948 über 45 Filme für ein afroamerikanisches Publikum. Er engagierte schwarze Autoren und Schauspieler, um das Leben seines schwarzen Publikums authentischer auf die Leinwand zu bringen. Micheaux erhielt einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, und der Oscar-Micheaux-Preis wurde von der Producers Guild of America ins Leben gerufen, um Menschen zu ehren, die Schwierigkeiten überwinden und Großes in der Film- und Fernsehbranche leisten.

Die Anwältin und Pädagogin Barbara Jordan (1936–1996) war die erste afroamerikanische Frau, die in das texanische Parlament gewählt wurde. Sie war auf der Briefmarke von 2011 abgebildet. Sie setzte sich maßgeblich für zahlreiche wichtige Gesetze ein, die den bundesweiten Schutz der Bürgerrechte ausweiteten. Jordan war zudem die erste Frau und die erste Afroamerikanerin, die 1976 eine Hauptrede auf dem Nationalkonvent der Demokratischen Partei hielt. Sie wurde von der National Women’s Hall of Fame der USA als eine der einflussreichsten amerikanischen Frauen des 20. Jahrhunderts geehrt. Zu Jordans zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen zählt die Freiheitsmedaille des Präsidenten.

Die Briefmarke „Black Heritage“ von 2012 zeigte John H. Johnson (1918–2005), den ersten Afroamerikaner, der im Verlagswesen großen Erfolg erzielte. Er gilt als einer der bedeutendsten Unternehmer mit Migrationshintergrund in der amerikanischen Geschichte. Johnsons Wirtschaftsimperium umfasste Zeitschriften, Radiosender, Kosmetikunternehmen und vieles mehr. Seine Zeitschriften präsentierten die Leistungen von Afroamerikanern. 1966 wurde ihm die Spingarn-Medaille verliehen, er wurde zum Verleger des Jahres ernannt und erhielt 1996 die Freiheitsmedaille des Präsidenten. Johnson war außerdem Sonderbotschafter der USA unter den Präsidenten Kennedy und Johnson.

Althea Gibson (1927–2003) war auf der Briefmarke von 2013 abgebildet. Als Pionierin des amerikanischen Tennis dominierte sie den Damentennis in den späten 1950er-Jahren. Althea Gibson war die erste schwarze Spielerin, die die French Open, Wimbledon und die US Open im Einzel gewann. Sie war groß, muskulös und extrem schnell auf dem Platz. Mit ihrer Reichweite, ihrem harten Aufschlag und ihrer großen Wendigkeit war sie eine gefürchtete Gegnerin. Sie wurde zu einer Inspiration für nachfolgende Generationen afroamerikanischer Spielerinnen und Spieler. Gibson trug in der Hochphase der Bürgerrechtsbewegung maßgeblich zur Integration ihres Sports bei. Sie wurde in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen und engagierte sich auch nach ihrer aktiven Karriere weiterhin im Sportbereich.

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