Die Geschichte hinter Double Dutch

Dominikanische Republik Polen Briefmarken
Die Entstehung eines Kunstwerks kann auf zwei Wegen erfolgen. Manchmal erhält der Künstler von einem Auftraggeber den Auftrag, ein Kunstwerk zu schaffen; manchmal ist es aber auch eine eigene Erfahrung, die ihn zur Entstehung eines Kunstwerks inspiriert. Die damit verbundene Lebenserfahrung hat die innersten Gefühle des Künstlers so tief berührt, dass ein Kunstwerk entstanden ist.

Stand 1999 Berend-Schlag Er lebte mehrere Jahre in einem Wohngebiet in Brooklyn, nahe Williamsbridge in New York. Dort wohnte er hauptsächlich unter Menschen aus der Dominikanischen Republik und orthodoxen Juden, Polen, Afroamerikanern und Italienern. In einem Laden in der Nähe wurde das Waschpulver „Old Dutch Cleaner“ in einer Blechdose mit dem Untertitel „Chases Dirt“ verkauft. Auf dem gelben Hintergrund des Dosenetiketts trabt eine gebückte Frau in traditioneller holländischer Tracht mit roten Holzschuhen und einem Stock in der Hand am Rand des roten Textstreifens entlang. Durch ihre Haltung und Gestik strahlt sie eine besonders aktive und engagierte Entschlossenheit aus, Staub und Schmutz aus ihrer Umgebung zu vertreiben. Sauberkeit überall ist das Ziel.

Berend Strik, der dort als Niederländer inmitten völlig anderer Kulturen und Nationalitäten isoliert lebte, entdeckte seine niederländische Identität durch die Illustration des Waschmittels. Das Bedürfnis des Künstlers, dies auszudrücken, führte zu einer Reihe von Werken, darunter „Double Dutch“ und „Going Dutch“. Letzteres, eine Stickerei auf Leinen, zeigt eine etwas andere Szenerie: Frauen in traditioneller Kleidung laufen durch eine afrikanische Landschaft.
doppelniederländische afrikanische Landschaft
Mit den obigen Hintergrundinformationen möchte ich dem Leser verdeutlichen, welche Lebensumstände, inspirierenden Zufälle und persönlichen Regungen des Designers als Anstoß für die Entstehung eines Kunstwerks dienen können. Es handelt sich hierbei keinesfalls um Plagiat. Die Illustration des Waschpulvers war lediglich der Ausgangspunkt für den Künstler. Er hat das Bild auf ganz individuelle, unabhängige und spielerisch-künstlerische Weise interpretiert und ihm so eine erhabene und überlegene Form verliehen. Diese Beschreibung verankert das Werk im Hier und Jetzt, in der gegenwärtigen Welt um uns herum. die Briefmarke Ein zeitgenössisches „Werkzeug“. Aufgrund der obigen Hintergrundinformationen *kann* es für viele zu einem anregenden und aufschlussreichen Objekt werden. Hoffentlich entdecken Sie nach der Lektüre des Vorangegangenen auch, dass in jedem Briefmarkenbild ein subjektiver Ausschnitt aus der „Seele“ des Designers enthalten ist. Dieses tiefe Verständnis ermöglicht es, sich durch „intuitives Gefühl“ mit einem Briefmarkenbild zu verbinden! Eine Briefmarke ist gewiss kein fernes, lebloses und außerirdisches Objekt, das ohne Bezug zu uns oder unserem Leben existiert. Leider wird die Briefmarke (mit ihrer immensen Ausdruckskraft) in der Philateliepresse immer noch ständig sachlich und distanziert präsentiert und behandelt! Der Titel 'Kauderwelsch' Für Strik war es offensichtlich. In englischsprachigen Ländern gibt es ein ähnliches Sprichwort: „He speaks double Dutch“ bedeutet, dass jemand Unsinn redet, unverständliches, betrunkenes Zeug spricht. Die wörtliche Bedeutung stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert, als niederländische Seeleute englische Pubs oft völlig betrunken verließen. „Dutch“ in englischen Komposita hat oft eine negative Bedeutung: „Dutch courage“ bedeutet so viel wie „überhaupt nicht mutig“; „Going Dutch“ bedeutet „jeder zahlt für sich selbst“; es hat mit Geiz und Sparsamkeit zu tun. Die negative Bedeutung bezieht sich auf die Englischen Kriege in der Vergangenheit zwischen unserem Land und den Engländern. Und nicht zu vergessen: „A Dutch treat“ bedeutet „überhaupt keine Überraschung“ oder etwas, womit man nicht verwöhnt wird. Dies ist eine bearbeitete Version eines zuvor auf Postzegelblog veröffentlichten Artikels.

9 Kommentare

  1. Der Kundenservice von TPG empfahl mir diesen Briefmarkenblog. Der Grund: Meine Beschwerde/mein Einspruch/mein Protest/meine Verzweiflung über den ungeheuerlichen Schrott, den TPG Post mit dieser neuesten Briefmarkenserie produziert hat. Ich sammle Briefmarken seit meiner Jugend und interessiere mich für schöne Designs. In den letzten Jahren war es nicht einfach. Aber anscheinend könnte es noch schlimmer kommen. Schade für Berend Strik und seine Kollegen.

  2. Was für eine harsche Reaktion – ich finde es lobenswert, dass TPG Post durch Briefmarken auf moderne Kunst aufmerksam macht und dass ein Briefmarkenliebhaber so tief in den Hintergrund eines dieser Kunstwerke eintaucht.

    Im Übrigen bleibt völlig unklar, was Sie an den Briefmarken und der Arbeit von Berend Strik CS auszusetzen haben.

  3. Man muss ein bisschen mit der Zeit gehen… Die Briefmarken sind zwar ganz nett, aber insgesamt ist es nicht billig.

    Johan / Briefmarkenforum.nl

  4. Warum muss alles so teuer sein? 🙂

    Übrigens gibt es von diesem Stempel einen netten Fehldruck (Stanzfehler). Er ist auf meiner Website zu finden. 🙂

  5. Und was ist mit „einer holländischen Ehefrau“ gemeint? Damit meinen sie wohl so ein langes, dünnes Kissen, das man sich zwischen die Beine legt. Zumindest habe ich das so verstanden.

  6. Im Vergleich zu den aktuellen Problemen galten diese immer noch als „heilig“…

    Double Dutch bedeutet übrigens auch die gleichzeitige Verwendung von Pille und Kondom.

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