Ein umstrittener Held

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Der Mann, der auf den 1960 von China herausgegebenen Briefmarken als Porträt und Hauptfigur abgebildet war, war ein kanadischer Arzt, medizinischer Innovator und bekannter Kommunist. Er wurde Experte für Thoraxchirurgie und entwickelte oder verbesserte mehr als ein Dutzend neue chirurgische Instrumente. Norman Bethune erlangte zunächst Anerkennung für seinen Einsatz als Frontchirurg an der Seite der demokratisch gewählten republikanischen Regierung während des Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939). Doch erst sein Dienst in China mit der kommunistischen Achten Marscharmee während des Zweiten Weltkriegs gegen Japan (1937–1945) brachte ihm dauerhafte Dankbarkeit ein.
Mao Zedong, China 1993
Dr. Bethune brachte die moderne Medizin wirksam in das ländliche China und behandelte oft kranke Dorfbewohner ebenso wie verwundete Soldaten. Sein selbstloser Einsatz beeindruckte das chinesische Volk, insbesondere ihren Führer Mao Zedong, tief. Mao verfasste ihm eine Lobrede, die von Generationen von Chinesen auswendig gelernt wurde: „Genosse Bethunes Geist, seine unbedingte Hingabe an andere ohne jeden Gedanken an sich selbst, zeigte sich in seinem großen Verantwortungsbewusstsein in seiner Arbeit und seiner tiefen Herzlichkeit gegenüber allen Genossen und dem Volk. Jeder Kommunist muss von ihm lernen. … Wir alle müssen den Geist der absoluten Selbstlosigkeit von ihm lernen. Mit diesem Geist kann jeder dem Volk sehr nützlich sein. Die Fähigkeiten eines Menschen mögen groß oder klein sein, aber wenn er diesen Geist besitzt, ist er bereits edelmütig und rein, ein Mensch von moralischer Integrität, der über niederen Interessen steht, ein Mensch, der dem Volk von Wert ist.“ Die oben abgebildeten Briefmarken von 1979 erinnern an den 40. Todestag von Norman Bethune und zeigen eine Statue von ihm in Shijiazhuang, Hebei, China, sowie eine Darstellung von Bethune bei der Arbeit in einem Operationssaal auf dem Schlachtfeld. Zahlreiche Statuen in China und Kanada sind ihm gewidmet. 1990 gaben Kanada und China eine gemeinsame Briefmarkenausgabe mit zwei Briefmarken heraus, die den in beiden Ländern hochverehrten Norman Bethune würdigten. Zu seinem Vermächtnis gehört auch, dass es in China bis heute Krankenhäuser und Hochschulen gibt, die seinen Namen tragen.

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