Breitbild. Verwobene Welten von Brügge 900-1550

Im Laufe des Mittelalters entwickelte sich Brügge zu einer kosmopolitischen Stadt, einem Knotenpunkt globaler Handels-, Kultur- und Politiknetzwerke. Auf ihrem Höhepunkt schien Brügge das Epizentrum der Welt zu sein. Doch die Stadt stand nie isoliert da. Ständig war Brügge durch Handel, Reisen, Glauben und Ideen mit anderen Regionen und Kulturen verbunden. Und genau diese Verbindungen verliehen ihr eine wichtige Rolle in der Weltgeschichte. Mehr als 250 Objekte sind bis zum 6. September 2026 in der neuen Kunstgalerie Brusk in Brügge ausgestellt.

Die prestigeträchtige Eröffnungsausstellung „Breedbeeld“ geht diesen Verbindungen nach. Welche Spuren hinterließen Kaufleute aus Skandinavien, Kreuzfahrer aus Jerusalem oder Wissenschaftler aus der islamischen Welt in der flämischen Stadt, und umgekehrt?

Verschiedene Zeiten und Kontinente

Von der Nordsee, dem christlichen Osten und dem Mittelmeerraum bis zur Hofkultur und der sogenannten „Neuen Welt“: Fünf Kapitel voller einzigartiger historischer Objekte und Geschichten aus verschiedenen Epochen und Kontinenten beleuchten die Wechselwirkungen zwischen dem mittelalterlichen Brügge und dem Rest der Welt. In Zusammenarbeit mit dem renommierten britischen Historiker und Autor Prof. Dr. Peter Frankopan sowie den Experten Prof. Dr. Jan Dumolyn, Prof. Dr. Jo Van Steenbergen, Dr. Axel Langer und Prof. Dr. Wim De Clercq rückt die Ausstellung wichtige, aber oft vergessene Geschichten unserer Geschichte ins Licht. 

Kunst und Objekte aus führenden Museen

„Breedbeeld“ vereint über 250 Kunst- und Kulturgüter. Neben herausragenden Objekten aus der eigenen Sammlung bringt Musea Brugge für die Ausstellung auch außergewöhnliche Leihgaben führender Museen aus aller Welt nach Brügge. 

Einzigartige Kunstwerke wie Hans Memlings „Passion Christi“ aus den Musei Reali Torino – Galleria Sabauda (Turin) (siehe oben: Umm al Qiwain (1972) – Osterpassion Christi), das anonyme „Porträt des Suleyman“ aus dem Kunsthistorischen Museum (Wien) oder Bellinis ikonisches „Porträt des Mehmet II.“ aus der National Gallery (London) reisen eigens für die Ausstellung nach BRUSK. 

Die Ausstellung präsentiert zudem außergewöhnliche Handschriften, darunter das „Porträt von Alexios I. Komnenos“ aus der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek, das nur selten verliehen wird, und die berühmte „Nuzhat al-mushtāq fī ikhtirāq al-āfāq“ – auch bekannt als „Tabula Rogeriana“ – aus der Bodleian Libraries (Oxford). Verschiedene einzigartige archäologische Funde und beeindruckende Wandteppiche veranschaulichen den kulturellen Reichtum des Mittelalters.

Breitere Sicht

Das Mittelalter befreit sich von seinem düsteren Image und präsentiert sich in voller Pracht. Die BRUSK-Ausstellung lädt dazu ein, Geschichte und Globalisierung aus einer umfassenderen Perspektive zu betrachten. Eine unvergessliche Entdeckungsreise zu einem größeren Ganzen.

Mehr Infos:

Mitten im Brügger Museumsviertel liegt die Kunstgalerie BRUSK: eine neue Kulturattraktion mit internationalem Flair. BRUSK ist ein Ort für hochkarätige Ausstellungen und Veranstaltungen, wo Kunst überrascht, berührt und zum Nachdenken anregt. BRUSK ist eine Kunstgalerie für außergewöhnliche Ausstellungen und ein lebendiges Programm für alle Altersgruppen. Das von den Architekten Robbrecht & Daem und Olivier Salens entworfene Gebäude ist ein Ort voller Kreativität, an dem neue Begegnungen und Erlebnisse allgegenwärtig sind. Kunst erleben Sie nicht nur in den Ausstellungsräumen, sondern auch in der Bar Brusk, dem angrenzenden Forschungszentrum BRON und dem Museumspark. BRUSK ist ein Ort, an dem man Kunst betrachten, erleben und diskutieren kann. Gleichzeitig bietet BRUSK Raum für die Bewahrung und Erforschung der reichen Kunstsammlung der Museen Brügge in modernsten Depots und Forschungsräumen. Positive Kritiken dieser Ausstellung erschienen in der Volkskrant und im NRC. Quelle: Brusk Brugge.

Breitbild. Verwobene Welten von Brügge 900-1550, bis zum 6. September 2026:

https://bruskbrugge.be/nl/kalender/tentoonstellingen/breedbeeld

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