3×13=39; 156_4=39; 45-6=39; 12+27=39

Ausbildung
1978 – also, ich rechne es kurz nach – vor 40 Jahren, war Bildung das Thema der Kinderbriefmarken. Neben einem Kind, das Briefmarken verkaufte, zeigten die von Babs van Wely entworfenen Briefmarken ein lesendes, ein schreibendes und ein rechnendes Kind. Ich wollte unbedingt über dieses rechnende Kind sprechen. Denn es stellt sich heraus: Die Rechenfähigkeiten in der Grundschule sind erschreckend schlecht. Das habe ich mir nicht selbst ausgedacht; nein, das ist das Ergebnis einer sogenannten PPON, einer periodischen Erhebung zum Bildungsniveau. Ein offenbar alarmierendes Ergebnis, sonst hätte die heutige Volkskrant nicht damit ihre Titelseite eröffnet. Addition, Subtraktion und vor allem Multiplikation und Division – unzählige Grundschulkinder tun sich damit schwer. Was kann man dagegen tun? Nein, selbst das PPON-Team hat keine sofortige Lösung. Wäre es vielleicht eine Idee, eine Briefmarkenserie dem Rechnen zu widmen? Meiner Meinung nach müssen es nicht unbedingt Kinderbriefmarken sein, solange sie zum Rechnen anregen. Es gibt unzählige Möglichkeiten! Rechnen Sie einfach mal aus, wie viele Rechenaufgaben man mit der Summe 39 erstellen kann. Oder glauben Sie etwa, dass Briefmarken nicht „cool“ oder „toll“ genug sind, um die heutigen Grundschulkinder zu erreichen? Dies ist eine bearbeitete Version eines zuvor auf Postzegelblog veröffentlichten Artikels.
Gastbeitrag