Heute vor 50 Jahren: Bau der Berliner Mauer.

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Als ich als Kind zum ersten Mal von der Berliner Mauer Als ich davon hörte, war ich zutiefst erschüttert. Eine Mauer, einfach so, mitten in der Stadt, in der man lebt. Menschen, brutal von Familie, Freunden und Bekannten getrennt – und das über Nacht. Eine grausame Tat mit dramatischen Folgen für das Leben von Tausenden und Abertausenden. Und nun, genau 50 Jahre nach dem Bau dieser schrecklichen Mauer, bin ich immer noch sprachlos angesichts all des Leids, das diese Trennung zwischen West- und Ostberlin verursacht hat.

Die Berliner Mauer: totale Isolation

Anfangs konnten sich Familie und Freunde noch über die Mauer zuwinken. Das führte zu herzzerreißenden Szenen. Die Sicherheitsvorkehrungen der ostdeutschen Grenzpolizei verschärften sich rasch. Es folgte eine vollständige Abriegelung. Die Barriere wurde breiter und besser gesichert, um Fluchtversuche zu verhindern. So gab es in der Todeszone neben den Betonmauern unter anderem Panzergräben, Wachtürme, Signalanlagen und Suchscheinwerfer. Den Grenzsoldaten wurde sogar befohlen, auf Menschen zu schießen, die versuchten, die Grenze zu überqueren. Trotzdem gab es im Laufe der Jahre viele Fluchtversuche. DDR um zu fliehen. Schätzungsweise 200 Menschen starben dabei.

Berliner Mauer DDR-Briefmarken

Die kommunistische Deutsche Demokratische Republik gab anlässlich des 10. und 25. Jahrestages der Berliner Mauer Sonderbriefmarken heraus.

Symbol des Kalten Krieges

Die Berliner Mauer war das bekannteste Symbol der Kalter Krieg und die Teilung Deutschlands. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich erhielten jeweils einen Teil des Landes. Auch Berlin wurde in diesem Prozess geteilt, obwohl die Stadt vollständig in der sowjetischen Zone lag. vier SektorenDie Berliner Sektoren der anderen drei alliierten Staaten bildeten somit faktisch eine Enklave innerhalb des von der Sowjetunion besetzten Gebiets. 1949 wurden die westlichen Besatzungszonen in die Bundesrepublik Deutschland Die Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland) und die DDR (Ostdeutschland) wurden auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone gegründet. Berlin blieb formal unabhängig von den beiden deutschen Staaten. In der Praxis sah es jedoch anders aus. West-Berlin agierte zunehmend wie ein Bundesland der Bundesrepublik, und Ost-Berlin wurde sogar zur Hauptstadt der DDR erklärt.

Cinderella stempelt zum 50. Jahrestag der Berliner Mauer

Die erste Cinderella-Briefmarke bezieht sich sowohl auf den Bau als auch auf den Fall der Berliner Mauer. Die linke Seite zeigt den Bau. Überlagert vom Mauerbau ist das Datum des Baubeginns vor 50 Jahren. Rechts ist deutlich ein Loch in der Mauer zu sehen. Umgeben ist es von der Null der Zahl 50, die das Datum des Mauerfalls enthält: 9. November 1989. Die zweite Cinderella-Briefmarke zeigt die Wappen von West- und Ostberlin. Sie stehen einander gegenüber und sind durch Stacheldraht getrennt. Im Hintergrund ist die deutsche Flagge zu sehen. Der Bär im Westberliner Wappen blickt übrigens in die falsche Richtung. Dies ist zweifellos Absicht, damit die beiden Tiere deutlich einander zugewandt sind.

Warum wurde die Berliner Mauer gebaut?

Nach dem Krieg herrschte große Armut. West-Berlin bekämpfte die Armut unter anderem mit der Marshall Hulp aus den Vereinigten Staaten. Ostberlin durfte diese Hilfe der Sowjetregierung nicht annehmen. Darüber hinaus plünderten die Russen Ostdeutschland als Vergeltung und Entschädigung für das während des Krieges erlittene Leid. Dies führte zu einer großen Kluft im Wohlstand zwischen dem kommunistischen Ostberlin und dem kapitalistischen Westberlin. Daher war es für Ostberliner sehr attraktiv, nach Westberlin zu ziehen. Die Folge war eine Massenflucht. Da es sich dabei größtenteils um junge, gut ausgebildete Menschen handelte, die in den Westen gingen, stellte diese Flucht eine Bedrohung für die Wirtschaft der DDR und letztlich vielleicht sogar für das Überleben des Landes dar. 1961 wurde beschlossen Walter Ulbricht (Vorsitzender des Staatsrats der DDR) und sowjetischer Führer Nikita Chruschtschow Um dem Exodus ein Ende zu setzen, wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. August mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen.

Der Fall der Mauer

Im Laufe der Jahre kam es in der DDR immer häufiger zu Aufständen, die in der großen Demonstration auf dem Alexanderplatz in Ostberlin gipfelten. Am 9. November 1989 hielt einer der höchsten Parteiführer der DDR eine Rede. Günter SchabowskiIn einer bemerkenswerten Pressekonferenz verkündete er, dass ab sofort alle DDR-Bürger uneingeschränkt in den Westen reisen könnten. Der Anfang vom Ende der Mauer. Allerdings waren Inhalt und Absicht dieser Ankündigung recht unklar und sorgten daher für große Verwirrung. Ostdeutsche strömten massenhaft zur Mauer, um zu sehen, ob sie tatsächlich nach West-Berlin reisen konnten. Auch die Grenzbeamten waren überrascht; es fehlten Anweisungen. Der Kommandant des Grenzübergangs Bornholmer Straße sah sich, wie viele seiner Kollegen, mit Menschenmassen vor seinen Toren konfrontiert. Um 23:52 Uhr traf er die Entscheidung: „Sie (seine Vorgesetzten) können das selbst regeln … Ich öffne die Grenze … Die DDR-Bürger sind frei.“ Bald wurden weitere Grenzübergänge geöffnet. Mehr als 70 Ostberliner überquerten in dieser Nacht die Grenze. Auf der Westseite wurden sie größtenteils mit Jubel empfangen. Es folgte ein wahrer Volksfest. Es war die Nacht der Freiheit. Ein historisches Ereignis.

Briefmarken zum Gedenken an den Fall der Berliner Mauer

Der Fall der Berliner Mauer war natürlich ein weltweites Ereignis. Die Bundesrepublik Deutschland gab 1990 Sonderbriefmarken heraus, um dieses historische Ereignis zu feiern.

Verschiedene Länder gedachten zehn Jahre später des Falls der Mauer. Belgien (2000) und Rumänien (2001)

Grausame Action mit langen Nachwirkungen

Auch 22 Jahre nach dem Fall der Mauer sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westberlin noch immer deutlich sichtbar. Der Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren: ein grausamer Akt mit weitreichenden Folgen.
Gastbeitrag